Nachgemessen: Cagiva Mito 125 Hoch-Spannung

Foto: Jörg Künstle
Die MV Agusta Motor Deutschland GmbH, Importeur der Cagiva Mito, vermutete nach Veröffentlichung des 125er-Vergleichstests in MOTORRAD 2/2005 aufgrund bescheidener Fahrleistungen einen technischen Defekt an der getesteten Maschine. Tatsächlich hatte sich während der Testfahrten mehrmals die Batterie der Mito entladen. Das Nachladen während der Fahrt verhinderte eine Sicherung mit Wackelkontakt zwischen Lichtmaschine und Batterie. Wegen der niedrigen Bordspannung wurde offensichtlich der elektrisch betätigte Stellmotor der Auslasssteuerung nicht korrekt angesteuert. Die Folge: fehlende Motorpower. Nach Behebung dieser Probleme durch MV Deutschland hat MOTORRAD nachgemessen. Der Prüfstand attestierte dem gesundeten Achtelliterbike 12,6 kW (17,2 PS) an der Kupplung. Damit liegt die Mito am Rande der zulässigen Toleranzgrenzen. Die Fahrleistungen veränderten sich wie folgt: Höchstgeschwindigkeit 130 statt 113 km/h, Beschleunigung von 0 auf 80 km/h in 7,9 statt 10,9 Sekunden, Durchzug von 50 auf 80 km/h im letzten Gang in nunmehr 20,0 statt 12,8 Sekunden. Weniger Drehmoment im unteren Drehzahlbereich (siehe Diagramm) ist der Grund für die schlechteren Durchzugswerte. An der Platzverteilung im Vergleichstest ändert sich nichts. Aufgrund des MOTORRAD-Bewertungsschemas gewinnt die Mito je zwei Punkte bei der Bewertung von Topspeed und Beschleunigung, verliert aber drei beim Durchzug. Mit jetzt 82 statt 81 Punkten bleibt sie als Dritte der italienischen Konkurrenz Aprilia RS 125 Replica dicht auf den Fersen.

Foto-Shows: 125er-Brenner

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