Nebenkosten (Archivversion) Was sonst noch so anfällt

Ferienjob gemeistert, Maschine endlich im Stall – doch wie viele Euros müssen 125er-Piloten danach in die Hand nehmen? Für die Kfz-Versicherung: Führerschein-A1-taugliche, auf 80 km/h gedrosselte Leichtkrafträder kosten in der Teilkasko-Versicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung (empfohlen) bei Starter-Schadensfreiheitsrabatt (SF 0) um die 800 Euro Jahresbeitrag. Tipp: Jugendliche Fahrer können den Vertrag in der Schadensklasse SF ½ auf einen Elternteil laufen lassen – die Teilkasko liegt jährlich dann bei rund 500 Euro. Eine ungedrosselte 125er (lediglich mit „großem“ Führerschein ab 18 Jahren) schlägt nach zwei schadensfreien Jahren in der Teilkasko übrigens nur noch mit rund 80 Euro zu Buche. Von der Kfz-Steuer sind Leichtkrafträder erfreulicherweise befreit, als 125er-Kraftrad angemeldet liegt der Betrag auf dem Niveau einer Bestellpizza: 9,20 Euro pro Jahr. Deutlich teurer wird’s beim Führerschein. Laut der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) müssen die Nachwuchsfahrer für den Führerschein A1 je nach Region und Fahrkönnen zwischen 900 und 1400 Euro berappen. Nach diesen Ausgaben sparen junge Einsteiger oft an der Sicherheitsausstattung. Fatal, und laut Gesetzgeber ist lediglich ein Helm vorgeschrieben, den gibt’s beim Discounter schon für schlappe 30 Euro. Eine mit gutem Gewissen empfehlenswerte Vollausstattung besteht jedoch aus festen Lederstiefeln (ab 70 Euro), einer Textilkombi mit wasserdichter Klimamembran (günstige Hausmarke oder runtergesetzte, eventuell auch Secondhand-Markenware ab 300 Euro), zuverlässigen Handschuhen (wasserdicht, Klettriegel, ab 30 Euro) und einem vertrauenswürdigem Helm mit guter Passform, Belüftung und Bedienung, den man unbedingt als Neuware erwerben sollte (ab 100 Euro akzeptable Angebote). Macht also mindestens 500 Euro für die Klamotten. Neben der Anschaffung der Maschine benötigt man summa summarum etwa 2000 Euro im ersten Jahr zum Durchstarten, im Folgejahr noch rund 400 Euro plus Sprit, Wartungs- und etwaige Reparaturkosten. Für ältere Motorradfahrer entpuppen sich speziell die soliden Viertakt-125er (ungedrosselt) indes als regelrechte Spardosen, nicht zuletzt wegen des niedrigen Benzinverbrauchs von teilweise unter drei Litern.

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