Neu 2006: Triumph Daytona 680 RR (Archivversion) Triathlet

Triumph will in der kommenden Saison mit einem handlichen und starken Dreizylinder im Spitzensport ein Wörtchen mitreden.

Hinterher ist man immer schlauer. Aber eigentlich hätte man im Jahr 2000 kein Prophet sein müssen, um zu prog-
nostizieren, dass der Versuch misslingen würde, die Japaner auf ihrem ureigenen Terrain – nämlich dem Bau von hoch
drehenden Reihenvierzylindern – in die Schranken zu weisen. Die Triumph TT 600, später umgetauft in Daytona 600, war zumindest zum Schluss ein ordentliches Motorrad, doch sicher kein Überflieger. Daran änderte auch die späte Hubraum-Aufstockung auf 650 cm3 wenig. Die Britin hatte in jedem Vergleich mit den japanischen Supersportlern das Nachsehen. Obendrein fehlte ihr Triumph-typisches Flair, ein eigenständiges Konzept.
All das soll sich schon bald ändern. 2006 bringen die Engländer eine Daytona mit einem 680 cm3 großen Dreizylinder. Und dieses Mal soll das Konzept radikal genug sein, mit der Konkurrenz von Honda CBR 600 RR bis zur 636er-Kawasaki mitzuhalten. Dazu müsste der rund 13500/ min drehende, extrem kurzhubig ausgelegte Triple mindestens 120 PS leisten.
Zur Erinnerung: Der Daytona-Vierzylinder brachte es mit gut 160 cm3 großen Einzelhubräumen auf nominell 114 PS bei nur 12500/min, der Dreizylinder setzt sich aus 225 cm3 großen Einheiten zusammen.
Um das Handling zu verbessern, wird die bislang etwas pummelige, über 200 Kilogramm schwere Daytona einige Pfunde verlieren. Noch wichtiger ist ein steiferes Chassis mit aktuellen Federelementen. Also statt der konventionellen Gabel eine fette Upside-down-Version. Das Hinterrad steckt in einer gewaltigen Schwinge, das soll Steifigkeit und Präzision ins Fahrwerk bringen. Radial verschraubte Bremszangen und eine Radialpumpe sorgen für späte Bremspunkte.
Ob der Rahmen so aussieht, wie auf der Zeichnung, ist fraglich. Eher ist eine Triumph-typische filigrane Konstruktion aus Alu-Gussteilen und Rohren zu erwarten. Und auch die Frontpartie wird wohl markanter ausfallen. So viel steht
indes fest: Unterm Heck versteckt sich der
aus Blechteilen geformte Schalldämpfer, aus dem ähnlich wie bei der Sprint die drei charakteristischen Endrohre ragen. Damit der fauchende Triple auch optisch sofort identifizierbar ist.

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