Neu: BMW K 1850 LT Baut BMW Sechszylinder?

Zeichnung: Kraft
BMW und der Reihensechszylinder – das ist eine ruhmreiche Geschichte für die Bayern, die eine ganze Palette dieser ebenso dynamischen wie kultivierten Triebwerke geschaffen haben. In vielerlei Varianten von zwei bis 3,5 Liter Hubraum mit Leistungen von rund 120 bis über 300 PS. Doch stets nur für Autos und mit entsprechenden Ausmaßen.
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Deshalb stutzte ein erfahrener Mechaniker, den die MOTORRAD-Redaktion nicht kennt und zu seinem Schutz auch nicht kennen möchte, als er im Sommer des vergangenen Jahres einige Motorteile in die Finger bekam, die BMW und eindeutig zu einem Sechszylinder-Reihenmotor gehörten. Der war jedoch so zierlich und kompakt konstruiert wie noch kein Automotor des Herstellers. Also sinnierte er ein wenig und informierte einen motorradfahrenden Freund, der wiederum seinen ebenfalls motorradfahrenden „Spezl“ zu Rate zog. Dieser schließlich rief bei MOTORRAD an, teilte die nun schon über mehrere Banden gespielte Entdeckung mit und fragte, ob die Redaktion ähnliche Informationen habe und für welche Art von Motorrad ein solcher Motor wohl sein könnte.
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Die Redaktion hatte keine derartigen Informationen, war aber wenigstens um eine Antwort auf die zweite Frage nicht verlegen. Wenn die Bayern nicht die absolute Ausnahmeüberraschung planen, kann er nur für den Nachfolger des Luxustourers K 1200 LT bestimmt sein. Der letzten K mit dem liegend eingebauten Vierzylinder als Antrieb, dem „fliegenden Ziegelstein“. Worauf einige Redakteure etliche Fotos von gestrippten alten K-Modellen vermaßen und zu rechnen begannen. Wäre ein längs eingebauter Reihensechszylinder überhaupt in einem Motorrad unterzubringen, egal, ob liegend nach BMW-Tradition oder stehend wie bei der Triumph Rocket III? Schwerlich. Er wäre selbst für einen solchen Dampfer zu lang, so viel war rasch klar.

Mehr zum Sechsylinder und was BMW dazu sagt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von MOTORRAD.

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