Neue Dakar-Rallye (Archivversion) Ohne KTM?

Der Start von KTM bei der Rallye Dakar-Agadez-Dakar im Januar ist fraglich. Da der neue Kurs hauptsächlich über weiche Sandpisten führen wird, die hohe Motorleistung erfordern, befürchtet das österreichische Werk deutliche Nachteile mit der Einzylinder-Maschine. »Auf die Zweizylinder-Yamaha von Stéphane Peterhansel fehlen uns rund 25 PS«, vergleicht KTM-Sportchef und Rallye-Star Heinz Kinigadner. Während KTM auf seriennahe, für Kunden käufliche Motorräder setzt, gilt die in der Superproduction-Klasse startende Peterhansel-Yamaha als exklusive Werksmaschine.In einem offenen Brief an Dakar-Rennleiter Hubert Auriol forderte KTM für 1997 ein höheres Gewicht für Superproduction-Maschinen und mittelfristig sogar die Streichung dieser Kategorie. Auriol sieht sechs Monate vor Rallye-Beginn allerdings keine Chance mehr, das Reglement zu ändern. Bei einem Meeting Anfang Juli will Kinigadner noch einmal mit Auriol und anderen wichtigen Leuten aus der Rallye-Szene verhandeln. Dann soll die Entscheidung über einen KTM-Start fallen. Kinigadners Standpunkt ist klar und deutlich: »Wir wollen kein Kanonenfutter für Peterhansel sein.“

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