Neue Honda-Modelle Glückliches Versehen

Ein »Internet-accident« sei ihnen passiert, sagen die Leute vom amerikanischen Honda-Importeur. Sie hätten auf ihrer Homepage versehentlich geheime Fotos freigeschaltet. Wir sagen danke für diesen Unfall der erfreulichen Art.

Foto: Honda
Schon komisch, dass Internet-Unfälle am häufigsten denen passieren, die am besten mit dem Medium umgehen können. Doch egal, ob echtes Malheur oder nettes PR-Märchen, Hauptsache es gibt das kostbare Foto. Das zeigt ein völlig neues Motorrad. Motor, Auspuff, Rahmen, Schwinge und nicht zuletzt das Design haben sich von der bekannten Fireblade energisch fortentwickelt. Besonders auffallend: die Abkehr von der unters Heck gezogenen Auspuffanlage zugunsten des rechts­seitigen Endschalldämpfers und die kurze Verkleidungsfront mit den hochgezogenen Scheinwerfern. Ungewohnt für konservative Blade-Fans, aber durchaus originell und attrak­tiv. Da das Foto die US-Version zeigt, müssen sich Europäer die seitlichen Reflektoren an Gabel und Kennzeichenhalter weg- und einen Fireblade-Schriftzug auf der Verkleidungsseite dazudenken.
Das neue sportliche Aushängeschild von Honda sei leichter geworden und werde mit der besten »Power-to-weight-ratio«, also dem günstigsten Leistungsgewicht der Klasse glänzen. Ähnliche Diäterfolge wie bei der CBR 600 RR vorausgesetzt, müsste die 1000er rund acht Kilogramm abgenommen haben, fahrfertig vollgetankt folglich 197 Kilo wiegen. Um damit vor der Suzuki GSX-R 1000 das günstigste Leistungsgewicht zu erreichen, braucht das Motorrad mindestens 173 PS, die Werksan­gabe der Vorgängerin lautete 171. Weil der Motor sichtbar neu konstruiert wurde, darf man sogar etwas mehr als zwei PS Zuwachs erhoffen.
Legt man zwei im identischen Maßstab vergrößerte Fotos der alten und der neuen Blade übereinander – die beste Orientierung bietet dabei das Vorderrad –, so fällt auf, dass die Kurbelwelle des neuen Triebwerks um mehrere Zentimeter weiter vorn und weiter oben liegt als zuvor. Der Schwingendrehpunkt machte die Wanderung mit, der Radstand der Neuen ist etwas länger. Was gleichzeitig offenbart, dass die Schwinge länger wurde. Diese Änderungen lassen ein besseres Handling und mehr Grip beim Beschleunigen erwarten. Für die nächste MOTORRAD-Ausgabe erhält die Redaktion weitere Informationen.
Gänzlich ohne Unfälle flossen Fotos und Infos über die neue Shadow 750 ins Netz; es hat aber nicht nur damit zu tun, dass diese weit weniger spektakulär sind. Denn das meiste, was den neuen Shadow-Jahrgang auszeichnet, kennt man schon von der Spirit, etwa die vordere Bremse oder die Auspuffanlage mit den zwei Shotgun-Schalldämpfern. Einspritzung und Kat sorgen für Euro-3-konforme Abgaswerte. Das knuffige Vorderrad mitsamt Kotflügel ist geblieben.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel