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Neue Motorrad-Marke Victory kommt nach Europa

Foto: Victory
+++UPDATE: Jetzt mit Foto-Shows der Victory-Modelle Vision, Hammer, Kingpin und Vegas.+++ Harley-Davidson bekommt Gesellschaft in Form der US-Marke Victory, die ebenfalls auf dicke V-Zwei-Motoren in Gesellschaft von Chrom, geschwungenen Kotflügeln und langen Vorderradgabeln setzen.

Jenseits des großen Teiches hat der amerikanische Schneemobil- und ATV-Hersteller Polaris bereits vor zehn Jahren mit seiner neugeschöpften Marke Victory den Markt um einen Hersteller im cruisigen Zweizylinder-Milieu bereichert. Doch erst 2009 soll das neue amerikanische Schwermetall auch auf hiesigen Straßen bollern – dann kommt Victory auch nach Europa.

Victory Modell-Palette 2009

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Foto: Victory
Schlecht aufgestellt ist er wahrlich nicht, der Newcomer. Weder modellpolitisch, noch in der Gunst der Käufer, die im Schnitt deutlich jünger sind als der durchschnittliche Motorradkäufer in Europa.

Die Victory-Motoren sind durch die Bank 50-Grad-V-Zweizylinder mit einer oben liegenden Nockenwelle pro Zylinder, die kettengetrieben die jeweils vier Ventile betätigt. Einspritzung, geregelter Katalysator und Hubräume von entweder 100 oder 106 cubic inch (1634 oder 1731 cm³) zeugen ebenfalls von einer modernen Ausrichtung der Motoren.

Die Optik der unverkleideten Victory-Modelle kann durchweg als klassisch bezeichnet werden, auch wenn das eine oder andere Detail mit modern-frischem Design aufwartet. Den Cruiser-Bereich deckt Victory für Trittbrett-Fans mit den Modellen Kingpin und Kingpin Eight Ball ab. Den fettesten Hinterreifen im Programm bekommt, wer die Vegas Jackpot ordert – der 250er ist eine klare Ansage. Wer’s nicht ganz so dicke und vielleicht noch ein wenig tiefer mag, wird mit den Low-Varianten von Kingpin und Vegas in einer Sitzhöhe von gerade mal 640 Milimetern glücklich.
Es ordentlich krachen zu lassen, fällt mit der Hammer S nicht schwer. In der sportlichen Langgablerin bringen scharfe Stage-Two-Nockenwellen den 106er-Motor auf 97 PS. Obwohl auch hier eine 250er Heckwalze zum Einsatz kommt, zeigt die Hammer im Zusammenspiel mit dem 130er-Vorderreifen und der relativ großen Bodenfreiheit die sportlichsten Qualitäten im Victory-Reigen.
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Foto: Victory
Sowieso: Die kernige Technik zieht an. Es ist das bloße Anlassen der mächtigen Motoren, der bebende Sound und das wuchtige Drehmoment schon bei 2000 Touren. In Kombination mit der solide arbeitenden Kupplung lässt es sich jederzeit souverän von der Ampel wegschnalzen.

Last, but not least ist da noch die Victory, mit der der Hersteller bislang am meisten Aufmerksamkeit erfahren haben dürfte: die Vision Tour. Ein fast vollverschalter, mit üppig-wulstigen Verkleidungsteilen versehener Tourer der Luxusklasse, der die obere Speerspitze der Victory-Palette markiert.

Es bleibt abzuwarten, wie der gemeine Europäer auf die Invasion des US-Herstellers reagiert. Allen, die sich auch nur annähernd für die Gattung Cruiser interessieren, sei dringend zum Probefahren geraten.

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