Neue Projekte (Archivversion) Bonneville Café Racer

Auf diversen Messen schon ernteten emsige Edelschmieden mit ihren sportlichen Bonnie-Umbauten Begeisterung, und Triumph begriff dieses Engagement offensichtlich als preiswerte Marktforschung: Zwei Jahre nach der Bonneville-Einführung steht jetzt nämlich auch in Hinckley ein Café Racer kurz vor seiner Serienreife. Die beinahe abgeschlossenen Design-Arbeiten zeigen einen stilsicheren, doch mit relativ einfachen und deshalb am Ende hoffentlich preisgünstigen Mitteln gemachten Retro-Sportler im Stil der legendären Rocker-Bikes aus den frühen Sechzigern. Neben anderem unterscheiden Alu-Seitendeckel, hochgezogene, schlanke Schalldämpfer, angeklemmte Stummellenker, schmale Schutzbleche sowie eine flache Sitzbank mit hinterer Abdeckung den Café Racer von der Standard-Bonnie. Vorn genügt dem Sportler eine Vierkolben-Scheibenbremse, aber die stammt aus der fulminanten Daytona-Anlage. Noch vielversprechender jedoch die technischen Eckdaten, die sich John Bloor im Gespräch mit MOTORRAD entlocken ließ: Der Parallel-Twin wird mittels größerer Bohrung auf knapp 900 Kubikzentimeter gebracht, und zwar in erster Linie, um ihm Punch im unteren und mittleren Drehzahlbereich zu verleihen. Die Spitzenleistung steigt von 61 auf knapp 70 PS, voraussichtlich ab Juni 2003 wandeln Triumph-Händler Vorfreude in Kaufverträge.

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