Neuer Husqvarna-250er (Archivversion) Frühzündung

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Dieses Motto hat sich Husqvarna offensichtlich bei der neuesten Motoren-Entwicklung an die Fahnen geheftet. Das jetzt vorgestellte 250-cm3-Aggregat wird nämlich erst zur Saison 2009 die hubraumschwächsten Offroader aus Varese befeuern.
Zwar datiert die aktuelle Generation der Husky-Viertakter erst aus dem Modelljahr 2002, aber besonders das 250er-Aggregat
war von Anfang an zu üppig dimensioniert. Mit minimierter Distanz zwischen Kurbelwelle und Getriebe sowie mit höhenversetzten Getriebewellen schrumpft das neue Kraftwerk in seinen Abmessungen um insgesamt 15 Prozent im Vergleich. Der sowohl mit Elektro- als auch Kickstarter ausgerüstete Motor soll trocken nur 22 Kilogramm wiegen.
Mit 79 Millimeter Bohrung und 50,9 Millimeter Hub stellt der Husky-Treibsatz sogar den mit 52,2 Millimetern bislang kurzhubigsten Motor aller 250er-Viertakt-Crosser, den der Honda CRF 250 R, in den Schatten. Eine Verbeugung vor dem Mutterkonzern MV Agusta ist die typische radiale Anordnung der vier Titan-Ventile. Die beiden Nockenwellen werden Raum sparend über eine Kombination aus Steuerkette und Stirnräder angetrieben. Eine Vakuum-Pumpe (direkt unterhalb des Krümmer-Flanschs) soll drehzahlhemmenden Überdruck im Kurbelgehäuse reduzieren.
Im Testbetrieb erledigt bisher noch ein Flachschieber-Vergaser die Gemischaufbereitung, den bereits für 2008 prognostizierten Wechsel zur Einspritzung bei den japanischen Offroadern will Husqvarna mit einer Einspritzanlage von Mikuni parieren. pm

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