Neues Federungssystem für Buell-Harley Geehrt und gefedert

Heftige Kritik wegen störrischen Ansprechverhaltens und einer fast funktionslosen Einstellmöglichkeit erntete das Federbein der Buell S1 im ersten Testbericht (Heft 18/1996). Buell-Manager Manfred Mäntele reagierte prompt und ließ die konstruktiven Umbau-Vorschläge von MOTORRAD in die Tat umsetzen. Federungs-Guru Benny Wilbers (Telefon 05921/6057) spannte sich mit Techniker Hans Helms zusammen, der das Buell-System komplett umkrempelte. Während bei Serienversion das unter dem Motor liegende Federbein beim Einfedern nicht zusammengedrückt, sondern auseinandergezogen wird, arbeitet das Gasdruck-Federbein im Wilbers-Umbau auf konventionelle Art. Der Vorteil in der Praxis: Die Buell absorbiert kurze, harte Stöße wesentlich sensibler und federt auch lange Wellen sauber aus, ohne nachzuschwingen. Das vielfach einstellbare Technoflex-Federbein mit Ausgleichsbehälter sorgt zudem für mehr Fahrstabilität auf schlechten Straßen und in schnellen Kurven. Der so modifizierte Prototyp von Buell bestand seine Feuertaufe mit Bravour: Klassensieg beim Street-BEARS-Rennen in Hockenheim.Rund 1990 Mark kostet der Umbau-Kit bestehend aus Umlenkhebel, Zugstrebe sowie Federbein und paßt für alle aktuellen Buell-Fahrwerker.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote