Neuheiten 2001 Honda (Archivversion) Schöne bunte Welt

Die Intermot läuft. Auf der Münchner Messe offenbaren die Hersteller, mit was sie im nächsten Jahr die Motorradwelt bereichern.

Seit Monaten wird gemunkelt, dass der größte japanische Hersteller an einer neuen, supersportlichen CBR 600 F arbeitet. Von einer speziellen Racing-Version war sogar die Rede, als Basis für den Rennsport, wie es einst Suzuki mit seinem Superbike GSX-R 750 vorexerziert hat. Und wie an jedem Gerücht ist auch an diesem etwas Wahres dran. Allerdings bringen die Tatsachen, die es auf der Intermot zu bestaunen gibt, diejenigen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, die an eine radikale Sensation à la CBR 900 RR im Jahre 1992 geglaubt haben. Denn Honda wäre nicht Honda, wenn nicht auch im neuen Jahrtausend auf Traditionen gebaut würde.So wundert es nicht, dass sich die CBR 600 F, Jahrgang 2001, bis auf eine modern gestylte Nase äußerlich kaum vom aktuellen Modell unterscheidet. Wer den wahren Werten der CBR auf die Schliche kommen möchte, der muss schon einen tieferen Blick riskieren. Zum Beispiel auf die Einspritzanlage mit vier 38 Millimeter durchmessenden Drosselklappen, das stark modifizierte Ansaugsystem mit um 1,5 Liter vergrößertem Airbox-Volumen. Und natürlich den geregelte Katalysator, der, Sport hin, Sport her, als der richtige Schritt in umweltpolitischer Richtung gewertet werden darf.Leistungseinbußen sind durch die vorbildliche Abgasreinigung laut Honda nicht zu erwarten, denn die 600er soll immerhin 109 »saubere und ehrliche« PS auf die Rolle drücken. Dazu waren allerdings noch ein paar kleinere Änderungen am Zylinderkopf des Vierventilers nötig. Ansonsten kann man sich voll und ganz auf bewährte Technik und Mechanik verlassen.Fahrwerksseitig ein ähnliches Bild. Modifizierte Gussteile im Bereich von Lenkkopf und Schwinge sollen die Torsionssteifigkeit des Rahmens erhöhen und in Verbindung mit einer präziseren Lagerung der Aluschwinge für ein stabileres Fahrverhalten sorgen. Alles in allem bringt die 600er-CBR jetzt 1,5 Kilogramm weniger auf die Waage und wird vollgetankt knapp unter der 200-Kilogramm-Schallmauer liegen.Noch ein Kilo leichter wird die Sport-Version, die CBR 600 FS, sein. Dafür verantwortlich ist der fehlende Hauptständer – neben der zweigeteilten Sitzbank und der Lackierung der einzige Unterschied zwischen beiden Modellen. Über den Sinn einer solchen Modellpolitik macht sich sicherlich nicht nur die MOTORRAD-Redaktion Gedanken.Die wichtigste Änderung im bestehenden Programm dürfte das um drei Liter vergrößerte Tankvolumen der VTR 1000 F sein. Der dunkel eloxierte Rahmen der CBR 1100 XX wird dagegen weniger Beachtung erfahren. Da erregt die neue Farbe Silber, die sich jetzt durch das gesamte Honda-Programm zieht, schon für mehr Aufsehen.

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