Neuheiten 2001 Kawasaki / MV Agusta (Archivversion)

Schöne bunte Welt

Kawasaki setzt für die kommende Saison hauptsächlich auf solide Basisarbeit und moderate Pflege der bestehenden Modellpalette. Als echte Neuheit geht lediglich die ZRX-1200-Reihe durch. Mit aufgestocktem Hubraum stehen 2001 gleich drei Varianten des bislang als 1100er angebotenen Naked Bikes zur Wahl. Ohne, mit kleiner Cockpit- oder gar mit rahmenfester Halbverkleidung sollen vom Funbiker bis zum Tourenfahrer alle bedient werden. Außerdem haben die Japaner zum Farbtopf gegriffen und den ZRX 1200 eine attraktive Lackierung in je drei Grundfarben spendiert.Mit oder ohne ist künftig auch beim preisgünstigen Volumenmodell ZR-7 die Frage. Der Kunde kann ab 2001 zwischen der bekannten Nacktversion und einem neuen Modell mit Halbverkleidung entscheiden. Ganz preisbewußte Interessenten werden weiterhin zur ER-5 greifen. Mit einem etwas frischerem Äußeren in Form einer neuen Sitzbank und neu gestalteten Seitenteilen wird sie sicherlich auch im kommenden Jahr so manchen Einsteiger an das Hobby Motorrad heranführen.Im Bereich Cruiser präsentieren sich lediglich die beiden Drifter-Modelle VN 1500 und VN 800 leicht modifiziert. Serienmäßig nur noch mit einem Solositzkissen bestückt, sollen die mit etwas mehr Chrom versehenen Schwergewichte den Individualisten stärker ansprechen.Wie sich die Preise im Hause Kawasaki entwickeln, stand bei Redaktionschluss leider noch nicht fest. Mit einem deutlichen Anstieg muss aber wohl trotz des starken Yen-Kurses nicht gerechnet werden.
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Kawasaki VN 800/1500 Drifter Modell 2001 (V) (Archivversion) - MV Agusta

Lässt man rationale Argumente außen vor, gebührt der MV Agusta Brutale, der Preis für die aufregendste Interpretation des mitunter etwas zu sachlich vorgetragenen Themas Motorrad. Von der 750 F4 aus eigenem Hause abgesehen, gibt es derzeit nichts vergleichbar Faszinierendes wie diese herrlich unvernünftige Schöpfung mit dem irreführenden Namen. Brutale kann nämlich unmöglich etwas mit gewalttätig zu tun haben. Zu filigran die Details, zu verspielt die Linienführung, zu perfekt die Ausstrahlung dieses Gesamtkunstwerks.Wobei das wenig überraschend ist. Schließlich basiert die Brutale auf der Basis des Supersportlers F4. Bestückt mit dem bekannten, leicht modifizierten 750-cm3-Triebwerk und aufbauend auf dessen sensationell gutes und äußerst sportliches Fahrwerk, wurde lediglich an der Peripherie Hand angelegt. Auspuff, Tank, Sitzbank sowie Frontpartie und Rohrlenker sind für das eigenständige Erscheinungsbild der Unverkleideten hauptverantwortlich. Dabei haben die Italiener aber nicht vergessen, selbst kleinste Karbonblenden und Bleche dem Charakter der Brutale anzupassen. Die goldfarbenen Gussteile und Räder stellen nicht nur den Bezug zur sündhaft teuren Oro-Version der F4 her, sondern es handelt sich tatsächlich um teures, leichtes Magnesium. Ein Sonderangebot darf man also nicht erwarten, genauso, eine dieser Schönheiten bereits nächstes Frühjahr beim freundlichen MV-Händler im Schaufenster zu sehen. Gut Ding will bekanntlich Weile haben.

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