Neuheiten 2001 Suzuki (Archivversion) Neuheiten 2001 Suzuki

Sie könnte eines der Topmodelle der nächsten Siason werden. Die Suzuki GSX-R 1000 hält, was schon auf den Erlkönig-Fotos in MOTORRAD 14/2000 zu sehen war. Der 750er zum Verwechseln ähnlich, superschlank, superleicht und superstark. Mit ihrem Gewicht von vollgetankt unter 200 Kilogramm und der versprochenen Leistung von 160 bis 161 PS eröffnet die supersportliche 1000er möglicherweise ein neues Kapitel in Sachen Fahrdynamik. Dabei wird es weniger um einen neuen Rekord in Sachen Höchstgeschwindigkeit als viel mehr um Dinge wie Beschleunigen, Handling und Bremsen gehen.Voraussetzung für den Erfolg eines solch radikalen Konzepts ist dabei die einfache Beherrschbarkeit einer solchen Maschine. Zu diesem Zwecke setzt auch Suzuki, wie bereits vermutet, auf eine Auslasssteuerung im Auspufftrakt. Allerdings nicht wie die Konkurrenz von Honda und Yamaha bereits im Bereich der Krümmerzusammenführung, sondern im Zwischenrohr vor dem Auspufftopf. Das minimiert den technischen Aufwand gehörig, ob diese Lösung aber tatsächlich im gewünschten Maß zur Zähmung des Vierzylinders beiträgt, muss sich erst zeigen.Die weiteren technischen Informationen zum neuen Überhammer aus Hamamatsu lesen sich wie folgt: kompakter Vierzylinder-Motor nach GSX-R 750-Baumuster, Alubrückenrahmen, Upside-down-Gabel mit xx Millimeter dicken, beschichteten Tauchrohren, filigrane Sechskolbenzangen von Tokiko, lange Aluschwinge mit versteifenden Oberzügen, Auspuffanlage aus Titan.Fast wie aus dem Gesicht geschnitten ist die neue GSX-R 600 ihrer großen Schwester. Lediglich an den fehlenden Oberzügen der Schwinge und der konventionellen Telegabel lässt sich ein Unterschied ausmachen. Unter der Verkleidung verbirgt sich bei der 600er eine Einspritzanlage nach 750er-Vorbild. Man darf gespannt sein, ob es den Suzuki-Ingenieuren besser als ihren Kollegen von Triumph gelungen ist, die kleinen Einzelhubräume in griff zu bekommen und ein feinfühliges Ansprechen sowie eine homogene, vor allem auch im unteren und mittleren Drehzahlbereich kräftige Leistungskurve zu generieren.Die sollte die dritte Neuheit im Suzuki-Bunde ebenfalls auszeichnen. Doch auch mit einem kräftigen Antritt von unten raus wird es die VL 800 LC Intruder schwer haben, auf dem bereits seit einiger Zeit mit rückgängigen Absatzzahlen kämpfenden Cruisermarkt Fuß zu fassen. Ob die Modellpflege an Suzukis Dauerbrenner GS 500 E den gewünschten Verkaufserfolg bringt, ist ebenfalls fraglich. Bis auf eine neue vordere Bremse, eine neu gestaltete Sitzbank und etwas elegantere Seitenteile sowie Rücklichtpartie muss die GS 500 E weiterhin auf ihren zwar bewährten, aber auch betagten, luftgekühlten Zweizylinder vertrauen. Am Rahmen sind trotz genauer Beobachtung keinerlei Veränderungen festzustellen. Es hat ganz den Anschein, als würde weder Suzuki noch irgend ein anderer japanischer Hersteller Einsteiger oder Menschen mit kleinerem Geldbeutel ernst nehmen und attraktive Motorräder für diese Klientel bauen.

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