Neuheiten 2001Aprilia und Yamaha (Archivversion) Reisezeit

Auf der Intermot werden vor allem tourentaugliche Maschinen einen starken Auftritt haben.

Erwischt! Diesmal hat es Aprilia getroffen. Ein aufmerksamer Beobachter konnte das bislang gut gehütete Geheimnis der Noaler auf Zelluloid bannen. Aprilia Pegaso 1000 heißt das Objekt. Eine tourentaugliche Großenduro, angetrieben vom bewährten V-Zweizylinder der Mille-Familie. Allerdings wurde der sehr sportliche 1000er-Motor in Sachen Leistung, Drehmoment und Charakteristik seinem neuen Einsatzgebiet angepasst: 98 PS werden für ausreichende Fahrleistungen der zirka 240 Kilogramm schweren Reiseexpertin sorgen. Der Öltank an der linken Motorseite erhielt eine neue Form sowie ein Schutzblech gegen Steinschlag. Unter den Verkleidungshutzen dürften sich zwei kleinere Wasserkühler und eventuell ein Ölkühler verstecken. Zur Serienausstattung zählt übrigens ein Katalysator.Auffällig ist die schlanke Linie der 1000er, vor allem im Bereich des Hecks. Die beiden oval geformten Aluschalldämpfer bauen extrem schmal und finden sogar noch unter den Seitendeckeln Platz. Dem Anbau eines Koffersystems, das sowohl an die Pegaso als auch an den Sporttourer Falco passen soll, steht somit nichts im Weg. Die Führung des Drahtspeichenvorderrads übernimmt eine konventionelle Telegabel, um die Verzögerungsarbeit kümmert sich eine Doppelscheibenbremsanlage. Details über die Ausstattung im Cockpit sind auf diesen ersten Fotos leider nicht zu erkennen. Dass ein Hauptständer fehlt, dagegen schon. Die tiefen Ausleger der Soziusfußrasten lassen eine superbequeme Mitfahrgelegenheit erahnen.Yamaha setzt heuer ebenfalls eher auf touristische Gefährte. Wie bereits in MOTORRAD 16/2000 berichtet, wird auf der Intermot ein großvolumiger Allrounder namens FZS 1000 sein Debüt geben. Entgegen erster Vermutungen jedoch ohne die Zusatzbezeichnung S1, ohne R1-Gesicht und ohne die steife Schwinge mit Oberzügen. Nicht zuletzt aus Preisgründen muss die »große Fazer« auf exklusive Bauteile verzichten. Das Rahmenheck ist nicht verschraubt, sondern angeschweißt, und die Sitzbank wird keine sportliche Höckerabdeckung tragen. Über die Leistungsdaten hüllt sich Yamaha nach wie vor in Schweigen.Dafür darf noch mit einer weiteren tourigen Überraschung gerechnet werden. In Form der FJ 1300 R will Yamaha das Traditionsmodell FJ 1200 wieder aufleben lassen. Gute Idee. Denn nach dem Verschwinden der FJ im Jahre 1997 und dem klammheimlichen Abtauchen der GTS 1000 ist es an der Zeit, das Loch im Tourersegment zu stopfen. Unter der üppigen Vollverkleidung der neuen FJ könnte das Triebwerk der XJR 1300 stecken, das für 130 PS und ein sattes Drehmoment gut ist. Gerüchte über ein ABS-Bremssystem werden von Yamaha streng dementiert. Damit sei frühestens im Jahr 2002 zu rechnen.

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