Neuheiten 2006: Honda Airbag für die Gold Wing

Foto: Honda
Die Honda Gold Wing ist ein Motorrad für ruhige Zeitgenossen – in gewichtiger Würde neigt sie sich in Kurven, ansonsten fährt sie am liebsten geradeaus. Was die Gefahr nicht ausschließt, dass ihr automobile Blindflieger oder andere harte Objekte in die Quere kommen. Um Verletzungsgefahren bei Kollisionen zu mindern, hat Honda als erster Motorradhersteller einen Airbag zur Serienreife gebracht. Nach zehn Jahren Entwicklungszeit.

Vier Sensoren in der Gabel messen bei einem Crash die Verzögerung, ein Rechner entscheidet blitzschnell, und innerhalb von 0,06 Sekunden entfaltet sich im Fall des Falles ein mit 150 Liter Volumen geradezu riesiger Airbag. Diese Größe ist nötig, denn anfängliche Überlegungen, dem Fahrer mittels Airbag lediglich das Überfliegen eines Hindernisses zu ermöglichen, wurden durch das Höhenwachstum der potenziellen Unfallgegner (Vans und Pick-ups) obsolet. Deshalb setzt Honda auf weitgehende Verminderung der Aufprallenergie. Bei der Erprobung, für die ein eigener Motorradfahrer-Dummy entwickelt wurde, konnte der Airbag beim Frontalaufprall mit 50 km/h verhindern, dass der Dummy-Kopf aufs Auto aufschlug.

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