Neuheiten 2010 MV Agusta und BMW

Was da auf den Straßen gesichtet wurde lässt sich teils noch nicht vollständig zuordnen. Doch einige interessante Neuerungen lassen sich trotzdem erkennen.

Foto: Motociclismo
Es wäre weniger auffällig gewesen, den ersten Dreizylinder von MV in einer kompletten Yamaha YZF-R6 zu testen. Offenbar passte er aber nicht in deren Rahmen. Eine Ausschnittvergrößerung des vorderen Bereichs offenbart nämlich Details, die ein R6-Rahmen nicht zeigt. Leider ließ sich kein anderer bekannter Rahmen identifizieren.
Es wäre weniger auffällig gewesen, den ersten Dreizylinder von MV in einer kompletten Yamaha YZF-R6 zu testen. Offenbar passte er aber nicht in deren Rahmen. Eine Ausschnittvergrößerung des vorderen Bereichs offenbart nämlich Details, die ein R6-Rahmen nicht zeigt. Leider ließ sich kein anderer bekannter Rahmen identifizieren.
Das Werk eines Bastlers oder ein Versuchsträger? Eine MV Agusta mit Yamaha-Teilen oder ein als MV getarnter Yamaha-Prototyp? Alles scheint möglich, erst die Insider-Infos von Marco Riccardi, Chefredakteur von MOTOCICLISMO in Italien, bringen Klarheit:
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Foto: Archiv
Ventildeckel wie bei der HP2, aber aus Aluguss: Das beweist die Großserienreife des Dohc-Zylinderkopfs für die BMW-Boxer. Weil die GS stets mit Innovationen voranschreitet, darf vermutet werden, dass sie bald mit solchen Köpfen ausgestattet wird. Gut 115 PS sollten dann möglich sein.
Ventildeckel wie bei der HP2, aber aus Aluguss: Das beweist die Großserienreife des Dohc-Zylinderkopfs für die BMW-Boxer. Weil die GS stets mit Innovationen voranschreitet, darf vermutet werden, dass sie bald mit solchen Köpfen ausgestattet wird. Gut 115 PS sollten dann möglich sein.

Es ist eine Dreizylinder MV. Riccardi hat den typischen Klang des vorüberfahrenden Motorrads selbst gehört und kennt auch die Erklärung dafür, dass Schwinge, Hinterrad und Fußrastenhalter des Erlkönigs von einer Yamaha YZF-R6 stammen: Um den 675er-Dreizylinder zu testen, wollten die MV-Ingenieure ihn zunächst in eine Triumph Daytona setzen, wählten dann aber eine Schwinge mit hochgezogenem rechtem Arm, weil sie die Montage eines Under-engine-Auspuffs ermöglicht. Ob der Rahmen jetzt ebenfalls von einer R6 oder einer Daytona 675 oder von MV selbst stammt, ist nicht zu erkennen.

 

Das zweite Spionfoto beweist nicht, dass die abgebildete BMW R 1200 GS mit Dohc-Zylinderkopf ausgestattet wird, lässt jedoch keinen Zweifel an der Serienreife dieser Konstruktion. Denn der Ventildeckel ist ähnlich geformt wie beim Zylinderkopf der exklusiven HP2 Sport, der ersten BMW mit dem leistungsbringenden Doppelnocker. Die hintere Halteschraube des Ventildeckels befindet sich an der gleichen Stelle wie bei der HP2, doch er besteht aus Aluguss statt aus Karbon.

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