Neuheiten: GS-Jubiläumsmodelle von BMW Die GS-Jubiläumsmodelle von BMW

Sie hatte eine Sitzbank mit rotem Bezug, die erste R 80 G/S von 1980, die Mutter der erfolgreichsten Baureihe von BMW. Klar, dass die Sondermodelle zum dreißigsten GS-Geburtstag ebenfalls ein rotes Sitzmöbel erhalten. Wenn sie schon auf den Schrägstrich verzichten müssen.

Foto: Hersteller
Ob mit rotem oder schwarzem Bezug - die BMW-GS-Modelle, speziell die boxergetriebenen R, haben nicht nur eine Bank, sie sind auch eine. Jahr um Jahr meistverkauftes BMW-Modell, wandelten sich die genial konzipierten Gelände/Straße-Zwitter (daher der Name und der ursprüngliche Schrägstrich) längst von der Gummikuh zur Cash-cow. Selbst im sportlich ambitionierten, stilbewußten und patriotischen Italien führt die GS mittlerweile die Hitliste der meistverkauften Motorräder an, in Frankreich und England sind sie ebenfalls auf dem Vormarsch. Eine kluge Marketingstrategie und die richtige Mischung von Modellkonstanz und Weiterentwicklung überzeugt eine immer noch steigende Zahl von Motorradfahrern. Die Jubiläumsmodelle, die seit Mitte Mai im Handel stehen, werden hauptsächlich mit offroad-tauglichen Accessoires aufgewertet. Dazu gehören bei der R 1200 GS neben den elastischen Kreuzspeichenrädern die Handprotektoren und der solide Unterfahrschutz aus Alublech. Das Windschild ist getönt. Für die geschichtsbewußte Erscheinung sorgt neben der roten Sitzbank auch die Lackierung in Weiß mit Rot sowie hell- und dunkelblau unterlegtem Schriftzug "30 years GS". Wer sich eine der vier Jubi-GS mit anderen Sonderausstattungen bestellen will, kann das entsprechende Angebot in vollem Umfang nutzen, allerdings ist die niedri-gere Sitzbank bei keinem Modell mit dem markanten roten Bezug erhältlich.

Ähnlich der normalen R 1200 GS wird auch die Adventure-Version veredelt. Ohnehin mit größerem Tank, längeren Federwegen und speziell gestuftem Getriebe für lange Touren abseits der Zivilisation ausgerüstet, erhält das Sondermodell extra große Handprotektoren und ebenfalls einen Motorschutz. Die Sitzbank ist nicht komplett rot, sondern rot/schwarz ausgeführt.

Im Spannungsfeld zwischen Straßen- und Geländetauglichkeit legt die F 800 GS mehr Wert auf den sportlichen Offroad-Betrieb als die R 1200 GS. Lange Federwege, ein 21-Zoll-Vorderrad und das für einen Zweizylinder niedrige Gewicht von 207 Kilogramm vollgetankt bringt sie schon als Standardmodell mit, für die Jubiläumsausführung darf es besonders dicke kommen. Ihr Alu-Motorschutz ist eine aufwändige Schweißkonstruktion, die Handprotektoren, wieder eine andere Ausführung, sind mit Edelstahlbügeln verstärkt und besitzen eine Spoilerkante, um den Fahrtwind nach oben ablenken zu können. Optisch folgt die F 800 dem genannten Muster: weißer Lack, rote Bank, getönte Scheibe. Bleibt die sogenannte F 650 GS. "Sogenannt", weil sie ja ebenfalls eine 800er ist, aber mit 71 statt 85 PS, niedriger Sitzhöhe und 19-Zoll-Vorderrad den Namen und die Rolle der einzylindrigen F 650 GS als Einsteigermotorrad übernommen hat. Die Einzylinder-Maschine wird übrigens unter der Bezeichnung G 650 GS weiterhin gebaut, in Deutschland jedoch nicht angeboten.

Da sie nicht fürs ganz schwere Gelände vorgesehen ist, kommt die Jubiläumsausgabe der F 650 GS mit Kunststoff-Motorschutz aus, erhielt aber die Handschützer mit den Edelstahlbügeln sowie ein höheres getöntes Windschild. Und auch sie muss nicht ohne rote Bank Geburtstag feiern.

13700 Euro kostet die R 1200, 14900 Euro die Adventure, 10 530 Euro die F 800 und 8440 Euro die F 650. Die Mehr-kosten für die GS-Sondermodelle betragen also zwischen 350 (Adventure) und 700 Euro (R 1200 GS).
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