Neuheiten: Honda Die neue Honda CBR 250 R

Für 250er-Freunde wird ein Traum wahr: Endlich bietet Honda, der Welt größter Zweiradhersteller, eine moderne Maschine in diesem Segment an. Mit Einspritzung, Katalysator und ABS-Kombibremse stellt die kleine CBR 250 R manche Große in den Schatten.

Foto: Honda

Gleich acht Weltneuheiten kündigt Honda für die Mailänder Messe Eicma an. Eineinhalb können wir an dieser Stelle bereits vorstellen. Den Anfang macht eine auf den ersten Blick wirklich toll gemachte 250er. Optisch stark an die aktuelle VFR 1200 F angelehnt, nennt sich das kleine Flitzerchen CBR 250 R. Wohl weil der neu konstruierte Einzylindermotor mit 76er Kolben und 55 Millimetern Hub ein Viertel Fireblade-Motor sein könnte. Immerhin 27 PS leistet der Vierventiler bei vergleichsweise niedrigen 8500 Umdrehungen. Knapp 23 Nm Drehmoment, die bei 7000/min anstehen, reichen nicht wirklich, um Bäume auszureißen, sollen aber für ordentlichen Durchzug sorgen.

Viel Liebe verwendet Honda auf die Ausstattung. So wird dem Motor nicht nur eine Wasserkühlung spendiert, sondern auch ein Drei-Wege-Katalysator. Er soll für sauberstes Abgas sorgen. Die elektronische Einspritzung soll den Verbrauch so niedrig halten, dass mit einer Füllung des 13-Liter-Tanks mehr als 350 Kilometer gefahren werden können. Das wären deutlich unter vier Litern Verbrauch auf 100 Kilometern. Ebenfalls gut ausgestattet wurde das Fahrwerk. Eine dicke 37er-Gabel führt das Vorderrad - exakt der Durchmesser, den vor fast dreißig Jahren eine 105-PS-Honda CBX trug. Das Hinterrad wird mit einem über ein Pro-Link-Hebelsystem betätigten Federbein gedämpft und gefedert.

Ganz vorn liegt die 250er aber beim Bremssystem: Als erste Maschine dieser Hubraumklasse wird die Honda mit einer Kombibremse mit ABS ausgestattet. Dabei wirkt die Fußbremse auf Vorder- und Hinterrad, die Handbremse nur auf die Einscheibenbremse vorn. Ein deutliches Zeichen, dass Honda auch 250er-Fahrerinnen und Fahrer ernst nimmt. Trotz Stahlrohrrahmen und einer schick gestalteten Vollverkleidung bringt die CBR 250 R vollgetankt nur 166 Kilogramm auf die Waage, inklusive des ABS-Systems. Zusammen mit der niedrigen Sitzhöhe von 785 Millimetern scheint die Honda ein perfektes Angebot für Einsteiger zu sein. Oder für alle, die sich beim Anhalten und Wenden schwer tun.

Ganz entscheidend für die Verbreitung dieses löblichen neuen Flitzers wird der Preis sein. Die ähnlich positionierte Kawasaki Ninja 250 R kostet ohne ABS aber mit Zweizylinder-Motor deutlich unter 5000 Euro, die Honda sollte also nicht viel über der 5000er-Marke liegen. Ein ganz anderes Motorrad versprechen zwei Zeichnungen, die Honda um die Welt schickte. Das Beste aus zwei Welten vereinen, ein Anspruch, an dem sich schon viele Hersteller versucht haben. Honda möchte dabei mit einer völlig neuen Maschine die Vielseitigkeit und Dynamik eines Naked Bikes mit dem Fahrkomfort und dem robusten Auftritt eines Adventure Bikes vereinen. Als Antriebsquelle soll ein V4-Motor mittleren Hubraums dienen, möglicherweise kommt der VFR 800-Motor zum Einsatz. Die beiden Designskizzen, die übrigens in Europa entstanden, lassen ein bequemes, durchaus flott gestyltes Motorrad erkennen. Ein wenig erinnert das Ganze an die Yamaha TDM 900. Mit einem V4-Motor wird die Honda eine Leistungsklasse höher liegen. Mehr dazu im nächsten Heft.

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Technische Daten

Einzylinder-Viertaktmotor, Bohrung/Hub 76/55 mm, 249 cm³, Leistung und Drehmoment: 20 kW/27 PS, 23 Nm, Stahl-Brückenrahmen, Einscheibenbremse vorn, Ø 298 mm, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Combined ABS. Sitzhöhe 784 mm, Gewicht 166 kg, Preis k. A.

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