Neuheiten Erlkönig MV Agusta Brutale

Seit MV Agusta zu Harley-Davidson gehört, unterliegen die Italiener einem strikten Schweigegebot zum Thema Neuheiten. Zum Glück sind vor kurzem Erlkönigfotos einer neuen MV Agusta Brutale aufgetaucht, die einiges zu erzählen haben.

Foto: Motociclismo

Etwa vor einem Jahr war noch von einer Nachfolgerin der F4 zu hören, etwas später tauchten Fotos eines Dreizylindermotors auf und der Autor dieser Geschichte konnte bei einem Besuch im MV-Werk einen raschen Blick auf den serien­reif entwickelten Prototypen einer Einzylinder-Supermotomaschine werfen. Mit diesen Projekten schien das künftige Modellprogramm von MV wenigstens grob umrissen. Dass nun ausgerechnet eine  tiefgreifend überarbeitete Brutale bei Testfahrten erwischt  werden würde, hatte wohl kaum jemand erwartet.


Als erstes fällt der geänderte Rahmen auf. Die zu beiden Seiten nach vorn laufenden Rohre sitzen höher als zuvor; zur Aufnahme des Motors am Zylinderkopf dienen jetzt zwei dreieckige Halterungen, während beim aktuellen Modell der untere Rohrzug selbst diese Befestigungspunkte bildete. Wer von diesem Bereich nahe dem Lenkkopf ausgeht, wird die neue Form der Kühlerverkleidungen ebenso bemerken wie diejenige der sich anschließenden Airbox-Abdeckung. Ist die Aufmerksamkeit des Betrachters erst einmal geweckt, gibt sich eine erstaunliche Vielzahl von Teilen als neu gestaltet zu erkennen. Vom leicht retuschierten Scheinwerfer bis zum Heck mit seinen integrierten Sozius-Haltegriffen, die man sich sogar als tragende Struktur eines diskreten Gepäck­systems vorstellen kann. Kein Zweifel: Nur um der äußeren Erscheinung willen würde wohl niemand so umfangreiche Detailänderungen vornehmen. Die Vermutung liegt nahe, dass die Ergonomie des kompakten, fast beengten Motorrads sich deutlich verbessern wird, weil der Fahrer mehr Bewegungsfreiheit gewinnt.

Damit nicht genug: Die Unterseite des Motors offenbart trotz ihrer schwarzen Lackierung eine gänzlich andere Ölwanne, als sie der aktuelle Motor besitzt. Die ist für sich allein genommen wenig spektakulär, wirft jedoch weitere spannende Fragen auf.  Wie wurde der Motor im Inneren weiterentwickelt? Erhält er eine Ausgleichswelle? Wie viel von all dem aufregend Neuen wird in der Nachfolgerin der supersportlichen F4 zu finden sein? Und vor allem: Wann gibt’s endlich genauere Informationen, noch mehr sprechende Bilder?

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