Neuheiten: Vorstellung Honda CBF 1000 F Vernünftig genießen

CBF - seit der Einführung der 500er und 600er steht dieses Kürzel für problemlosen, bezahlbaren Fahrgenuss. Später fügte sich die CBF 1000 perfekt in dieses Programm ein. Jetzt erweitert Honda die Reihe um eine weitere 1000er.

Foto: Honda

Die Entwicklung der CBF-Reihe vollzieht sich als Rahmenhandlung. Und zwar analog zu den verschiedenen Rahmen der Honda Hornet, die in angepasster Form auch den CBF-Modellen als Rückgrat dienen. Zunächst mit stählernen Rohrgebilden ausgestattet, vollzogen erst die Hornet, dann die CBF 600 den Wechsel zum Alurahmen, die CB 1000 R bekam ebenfalls dieses Chassis. Die CBF 1000 ist das letzte Relikt aus der Stahlära.


Insofern kommt es nicht unerwartet, dass die neue CBF 1000 F jetzt mit Alurahmen debütiert. Dass sie die stahlgerahm-te CBF 1000 zunächst nicht ablöst, über-rascht hingegen schon. Ob die Koexistenz der beiden nur so lange währt, bis die alte abverkauft ist, wird die Zukunft zeigen. Da-von abgesehen, soll die Neue eine eigene Position im Modellprogramm einnehmen: sportlicher als die CBF 1000, alltagstauglicher als die unverkleidete CB 1000 R.

Da das Gewicht und die Fahrwerksgeometrie weitgehend gleich bleiben, der Radstand der CBF 1000 F sogar etwas länger wird als jener der CBF 1000, bleiben nur drei Indizien, die auf eine gesteigerte Sportlichkeit hinweisen: Die Vier-in-eins-Auspuffanlage verspricht mehr Schräglagenfreiheit als die bisherige Vier-in-zwei, die Leistung des Vierzylinders stieg um neun auf 107 PS und das Drehmoment um drei Newtonmeter bei gleicher Drehzahl. Das lässt erfreuliche Beschleunigungs- und Durchzugswerte erwarten, zumal die kurze, das Temperament steigernde Sekundärübersetzung der CBF 1000 übernommen wurde. Wer die gestiegene Leistung nicht braucht, kann die F aber auch mit 98 PS erhalten.


Im Zuge der Motorüberarbeitung wurde der Vierzylinder, der aus der Vorgängerin der heutigen Fireblade stammt, nicht nur stärker, sondern auch sparsamer. Etwa sieben Prozent Sprit soll er gegenüber der Konfiguration in der CB 1000 einsparen. Das verspricht in Kombi-nation mit dem um einen auf nunmehr 20 Liter vergrößerten Tank eine große Reichweite. Da die Verkleidungsscheibe nach wie vor ohne Werkzeug in der Höhe verstellt werden kann, macht die F in Sachen Tourentauglichkeit keinerlei Abstriche. Im Gegenteil: Sie kann bereits ab Werk mit ver-schiedenen Zusatzausstattungen, darunter unterschiedlich große Koffer und Topcases sowie Heizgriffe bestellt werden, die sie zu einem veritablen Reisemotorrad machen.


Die passende reichhaltige Instrumentierung gibt es als Serienausstattung. Neben einem zentralen, analog anzeigenden Dreh-zahlmesser informieren Digitalanzeigen über Geschwindigkeit, Kilometerstand, Uhrzeit und Spritvolumen, Tageskilometerstand sowie den Momentan- und Durchschnittsverbrauch. Nach bester CBF-Tradition bietet auch die 1000 F serienmäßig eine dreifach in der Höhe verstellbare Sitzbank. Die Sitzhöhe beträgt zwischen 780 und 810 Millimetern.


ABS ist dagegen nach wie vor nur gegen Aufpreis erhältlich. Es wird mit einem Verbundbremssystem kombiniert, dessen Schema und genauer Aufbau von Honda bis dato nicht beschrieben wird. Wie die Fotos zeigen, arbeitet es mit den bislang üblichen Dreikolben-Schwimmsätteln.


Bleibt die Frage nach dem Preis der CBF 1000 F. Der steht aber noch nicht fest. Honda zögert hier so auffällig lange wie die meisten anderen Hersteller. Andeu-tungen aus der Händlerschaft nähren die Vermutung, dass eine marktübergreifen-de Senkung des Preisniveaus bevorsteht. Offenbar will dabei keiner voran- und dadurch möglicherweise zu weit gehen.

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DATEN

Vierzylinder-Reihenmotor, Bohrung/Hub 75/56,5 mm, 998 cm³, 79 kW (107 PS) bei 9000/min, 96 Nm bei 6500/min, Leicht- metall-Rückgratrahmen, Doppel- scheibenbremse vorn, Ø 296 mm, Scheibenbremse hinten, Ø 240 mm, Sitzhöhe 780 bis 810 mm, Gewicht 245 kg, Preis k. A.

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