Neuheiten: Vorstellung KTM-Modelle 2010 Mutausbruch

Mut hat KTM stets bewiesen. Nun stellen die couragierten Österreicher sogar ein attraktives 125er-Projekt vor.

Foto: Heinz Mitterbauer

Wer junge Menschen für das Motorrad begeistern will, muss attraktive Angebote schaffen. Beispiel Yamaha: Der schön gemachte Mini-Supersportler YZF-R 125 katapultierte sich aus dem Stand an die Spitze der Verkaufshitliste der Achtelliterklasse.


Eine Tatsache, die auch den KTM-Modellplanern Mut macht. Den Status einer Studie hat das Projekt 125 nämlich eindeutig hinter sich gelassen. Wesentliche Teile wie Chassis und Bodywork sind bereits serienreif. Ebenso der in Mattighofen entworfene und später beim KTM-Anteilseigner Bajaj in Indien hergestellte Motor. Mit Vierventil-Zylinderkopf, zwei obenliegenden Nockenwellen, Wasserkühlung, Benzineinspritzung und klassenüblichen 15 PS Spitzenleistung repräsentiert der kleine Single den Stand der Technik.

Wie von den Österreichern nicht anders zu erwarten, fügt sich das Achtelliter-Vorhaben passgenau in das bestehende Modellprogramm ein. Sowohl der Gitterrohrrahmen als auch die seitlich offene Alu-Schwinge orientieren sich eindeutig an der 690er-Duke. Das direkt angelenkte Federbein und die Upside-down-Gabel der Studie stammen vom Hauslieferanten WP Suspension, die Bremsanlage mit radial angeschlagenem Bremssattel von Brembo. Peppig wirken die in Orange-Weiß gehaltenen Gussräder. Im Gegensatz zu dem in Mailand präsentierten Appetizer mit einer Akrapovic-Doppelrohranlage wird sich die Serienversion aller Voraussicht nach mit einem unter dem Motorgehäuse liegenden Schalldämpfer auch in Sachen Auspuff an die Duke anlehnen.


Äußerst wahrscheinlich ist, dass die 125er auch in ihrer homologationsfähigen Ausgabe, also mit Beleuchtung, Blinkern, Kennzeichenhalter und Soziussitz den Geschmack der Teenager trifft. Ebenso ist anzunehmen, dass sie mit einem Tarif von unter 4000 Euro preislich auf dem Niveau der 3800 Euro teuren Yamaha YZF-R 125 bleiben wird. Geplanter Serienstart: Mitte bis Ende 2010.

 
Eine neue Rekordmarke setzt die 690 Duke R. Dank 4,5 Millimeter längerem Hub wuchs der Hubraum von 654 auf 690 cm3 an. Damit ist der Single der derzeit hubraumgrößte Serien-Einzylinder der Welt - mit anvisierten 70 PS auch der stärkste. Rahmen und Monoshock-Feder in Orange, eine reibungsminimierende Beschichtung der Gabeltauchrohre sowie ein Kohle-faser-Frontschutzblech unterscheiden die R- optisch von der Basis-Version.

Anzeige
Den Superbike-Fans offeriert die Red Bull Race Replica der RC8 R technischen Nachschlag. Ein beigelegter - allerdings nicht homologierter - Clubrace-Kit (Akrapovic-Auspuff, Luftfilter, geändertes Mapping) bringt zehn PS zusätzliche Spitzenleistung und sieben Kilogramm Gewichtsersparnis.  Der Preis des Edelrenners: 23500 Euro (Basis-RC8 R: 21000 Euro). Auf einen ganz neuen Weg in der Motocross-Modellpolitik deutet die 350 SX-F hin. Der Hubraum von 350 cm³ soll die Agilität einer 250er mit der in der MX1-Klasse (bis 450 cm3) nötigen Spitzenleistung kombinieren. Das Aggregat wartet mit E-Starter und Benzineinspritzung auf, die Umlenkhebelei darf als Pilotprojekt für die Abkehr vom PDS-Federungssystem für die 2011er-KTM-Crosser gelten. Nach dem Einsatz von Prototypen der 350 SX-F in der WM sollen bereits im Frühsommer erste Serienmaschinen angeboten werden.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel