Nicht ganz dicht (Archivversion)

Nicht ganz dicht

Suzuki XF 650 Freewind: Zylinderkopf bei 39000 Kilometern gerissen

Allzu wörtlich scheint die Allrounderin von Suzuki ihren wohlklingenden Beinahmen zu nehmen. Nachdem bereits bei 4000 Kilometern die Zylinderkopfschrauben nachgezogen werden mußten und die Freewind im Anschluß gar ihre Zylinderkopfdichtung durchgeblasen hatte, trat bei Tachostand 39000 erneut eine Undichtigkeit am Kopf auf. Diesmal lag es aber nicht an der Dichtung, wie zunächst vermutet, sondern am Zylinderkopf selbst. Durch einen Haarriß sickerte das Öl heraus. Suzuki Deutschland reagierte prompt und beorderte per Luftfracht einen neuen Kopf nach Deutschland, da man auf einen derartigen Defekt - nach Aussagen des Importeurs der erste seiner Art - nicht vorbereitet war. Getauscht wurde der undichte Zylinderkopf auf Garantie. Sonst aber gilt: Die XF 650 präsentiert sich in der Stadt und auf der Landstraße gleichermaßen unproblematisch und wird wegen ihres hohen Spaßfaktors während Werkstattaufenthalten sehnlich vermißt.
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Suzuki XF 650: Kipphebelgehäuse gerissen (Archivversion)

Als wahre Marathonreifen erwiesen sich die Metzeler ME Z4 auf der Honda VFR 800 aus dem Testfuhrpark. Satte 8800 Kilometer hielten die Münchner Pneus, bevor sie gewechselt wurden. Damit bestätigten sie eindrucksvoll die Ergebnisse aus dem Tourenreifentest (MOTORRAD 11/1998). Für die ungewöhnlich lange Lebensdauer muß der ME Z4-Fahrer allerdings auch relativ viel berappen: 268 Mark fürs den voderen und 350 Mark für den hinteren Gummi.

Suzuki XF 650: Kipphebelgehäuse gerissen (Archivversion) - Frischling

Yamaha Fazer neu im Testfuhrpark
Sie ist frisch und sie macht frisch, die jüngste Dauertest-Anwärterin Yamaha Fazer. Direkt nach dem überzeugenden Vergleichstest-Sieg (MOTORRAD 9/1998) trat sie zur Kilometerjagd an, über 4000 sind nun bereits abgespult. Dabei hinterließ sie auch bei den sonst sehr kritischen Zeitgenossen der Redaktion durchweg positive Eindrücke. Von super Bremsen ist da im Fahrtenbuch zu lesen, von beeindruckender Handlichkeit, ideal für die Landstraße, von agiler Kurvenräuberei. Kurz, die Fazer ist ständig vergriffen. Sicher auch ein Verdienst der Erstbereifung Bridgestone BT 57, hinten in moderater und vor allem handlingfreundlicher 160er Dimension. Damit macht die Fazer auch zu zweit noch Spaß - sofern jemand bereit ist, sich auf dem Soziusplatz zusammenzufalten. Bei ganz vorgespannter hinterer Feder überzeugt das Fahrwerk dann immer noch durch ordentliche Stabilität.

Suzuki XF 650: Kipphebelgehäuse gerissen (Archivversion) - Schräg und heiß

1998er Krümmeranlage für Triumph T 595
Endlich sind sie da, die neuen Krümmer für die Dauertest-Triumph Daytona. Bereits im September vergangenen Jahres konnte MOTORRAD das modifizierte Bauteil ausprobieren, jetzt wurde es dauerhaft montiert. Doch auch mit der alten Anlage erfreute sich die Triumph enormer Beliebtheit. »Super Sound, tolle Leistungsentfaltung«, so der einhellige Kommentar. Erkauft wird der Fahrspaß allerdings mit weniger angenehmen Begleiterscheinungen. Vor allem von den männlichen Kollegen, die sich Sorgen um ihre Familienplanung machen, wird die T 595 despektierlich als »Eierkocher« tituliert. Schuld ist die Motorabwärme, die neben dem Rahmen auch den vorderen Teil der Sitzbank gerade in der warmen Jahreszeit enorm aufheizt.

Suzuki XF 650: Kipphebelgehäuse gerissen (Archivversion) - Abschlußschwäche

Harley-Ventildeckeldichtung hinüber
Praktisch auf der Zielgeraden scheint der Harley-Davidson 1200 Sportster ein wenig die Luft auszugehen. Nachdem der vordere Zylinderkopf bei 45000 Kilometern den derben Vibrationen Tribut zollen mußte und zerrüttet aufgeben hatte, sorgte eben jene Region erneut für Ärger. Die Ventildeckeldichtung war hinüber und mußte ersetzt werden. Mittlerweile hat die Sportster aber auch die letzten Meter absolviert und steht kurz vor der Totaldemontage und Inspektion in der Testwerkstatt.

Suzuki XF 650: Kipphebelgehäuse gerissen (Archivversion)

Sie fährt und fährt und fährt, die Honda VTR 1000. Die Zeit, in der der Zweizylinder bisher über 44000 Kilometer abspulte, ist rekordverdächtig und spricht für die Qualitäten der VTR. Den vorderen Bremsscheiben wurde es jetzt aber doch zuviel. Durch immer energischeres Rubbeln signalisierten sie, dem Streß nicht mehr gewachsen zu sein, und quittierten schließlich gänzlich den Dienst. Die letzten 6000 Kilometer bremst die Honda jetzt mit frischen Scheiben.Und sie fährt mit einer neuen Kette. Das ist beinahe sensationell, weil der Kettensatz tatsächlich zum ersten Mal gewechselt wurde. Der Grund: Von Anfang an war die VTR 1000 mit einem Scottoiler (xxxxxx, Telefon xxxxxxxx) ausgerüstet. Über dessen Wirksamkeit kann also ebensowenig Zweifel bestehen wie über die Qualitäten der Honda.

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