Norton Comeback (Archivversion) Norton Comeback

Norton und March bauen V8-Motorrad

Die britische Motorradmarke Norton versucht ein erneutes Comeback (siehe MOTORRAD 10/1998). Das Werk in Shenstone, Staffordshire, existiert noch, produziert wird aber schon lang nicht mehr. Das soll jetzt nach dem Willen der kanadischen Eigentümer, der Aquilini-Familie, anders werden. Die Kanadier haben sich mit dem ehemaligen Rennwagenbauer March zusammengetan. March, früher fest in britischer Hand und zu seinen Glanzzeiten Hersteller von bis zu 500 Rennwagen pro Saison, ging 1992 pleite. Die Firma wurde von Amerikanern aufgekauft und sitzt heute in Minneapolis, Minnesota. March hat einen Vierzylinder-Reihenmotor mit 750 cm³ entwickelt, der die neue Baureihe Manx antrieben soll. Das Spitzenprodukt heißt jedoch Nemesis, eine Supersportmaschine, die von einem V8-Triebwerk mit bis zu 280 PS aus 1,5 Litern Hubraum belebt werden soll. Zuletzt möchte man einen Cruiser Commander bauen, ebenfalls mit V8. All diese Modelle werden von dem Briten Al Melling gezeichnet und sollen in Shenstone gefertigt werden. Dazu wird die Belegschaft, die jetzt nur aus einem halben Dutzend Leuten besteht, auf 100 Mann aufgestockt. Die Namensrechte an Norton liegen allerdings für die meisten europäischen Länder mit Ausnahme von Großbritannien bei dem Deutschen Jo Seifert, der einen klassischen Einzylinder mit BMW F 650-Motor unter dem Namen Norton bei Tigcraft in England bauen läßt.

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