Offroad mit einem Schwergewicht (Archivversion) Offroad

Mit einem Schwergewicht ins Gelände – mehr Frust als Lust?

Logisch, dass eine GS – womöglich noch voll bepackt und in vollem Fernreise-Ornat – auf einem Motocross- oder anspruchsvollen Enduro-Parcours völlig fehl am Platz ist. Mit klugen Umbau- und Zubehör-Maßnahmen fühlt sie sich auf Schotter- oder Staubpisten indes recht wohl. Grundvoraussetzung: echte, grobstollige Enduro-Reifen. Problem: Nur wenige Hersteller haben reinrassige Geländepneus in
den für Enduros vergleichsweise breiten Dimensionen (110/80 R 19; 150/70 R 17) im Programm, außerdem selten mit Straßenzulassung. Ohne die richtigen Gummis liegt die Fuhre beim kleinsten Fahrfehler auf der Seite. Das passiert im Gelände generell des Öfteren, deshalb sind Schutzbügel, robuste Alu-Koffer (die beim Sturz nicht wie Kunststoffpendants schnell brechen, sondern lediglich verbeulen) sowie Lampengitter und ein stabiler Alu-Motorschutz gegen Steinschlag erste Wahl. Griffige Metall-Fußrasten sind ebenfalls ein Tipp. Weitere für längere Geländeeinsätze empfohlene Umrüstmaßnahmen: 21-Zoll-Vorderrad, Fahrwerksoptimierungen und mehr Federweg sowie ein größerer Tank. Die Adventure-Sondermodelle von BMW (siehe Bilder) erheben zwar den Anspruch, Begleiter für wirklich abenteuerliche Touren zu sein, wer die GS jedoch als verlässliche Partnerin auf längeren Reisen abseits von Asphalt nutzen möchte, sollte lieber Offroad- und Rallye-Spezialisten wie Touratech konsultieren.

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