Ohne Eintrag (Archivversion)

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Dauertest-RSV mille mit illegaler Bereifung?

Beliebter Zeitvertreib beim Motorrad-Stammtisch: Den Kumpels mit stolz geschwellter Brust den Fahrzeugschein unter die Nase reiben. Da gibt’s immer was zum Staunen. So auch im Fall der Aprilia RSV mille. Deren Erstbereifung Pirelli MTR 01A vorn und MTR 08 (Größe: 180/55-ZR 17) hinten, auf der die MOTORRAD-Dauertestmaschine, Modelljahr 1998, ausgeliefert wurde, fehlt im Schein ganz einfach. Noch dazu ist die 180er Dimension nur für den Metzeler ME Z4 eingetragen. Das könnte mächtig Ärger geben, bei einer Fahrzeugkontrolle beispielsweise. Eine nicht eingetragene Reifenpaarung ziehe grundsätzlich eine Anzeige nebst Bußgeldverfahren (bis zu 150 Mark) und drei Punkte in Flensburg nach sich, erklärte die Polizeidirektion Stuttgart auf Anfrage. Ein etwaiges Verfahren gegen den Fahrzeughalter würde jedoch vermutlich eingestellt, wenn er nachweisen kann, daß die Bereifung irrtümlich nicht in den Papieren aufgeführt wurde.Laut Aprilia kann dieser Fehler jedoch nur in den Papieren bereits Ende 1998 ausgelieferter Motorräder auftreten. RSV-Besitzer, die ebenfalls eine Reifenpaarung in ihrem Kfz-Schein vermissen, erhalten kostenlos eine Ergänzung der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) bei allen autorisierten Händlern oder direkt von Aprilia Deutschland (Telefon 0211/5901800).Dieser Nachtrag enthält dann nicht nur nahezu alle gängigen Sportreifen (nebst den brandneuen Pirelli Dragon Evo und dem Michelin TX15 mit 65er Querschnitt), sondern auch die richtigen Dimensionen, also wahlweise und je nach Reifentyp vom 180er bis zum 200er Hinterreifen. Eine Änderung der Kfz-Papiere ist nicht erforderlich, weil mit dieser ABE eine Ausnahmegenehmigung von § 27 Abs. 1 StVZO erteilt wird - es reicht also aus, diese mitzuführen.
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Aprilia RSV Mille: Erstbereifung nicht eingetragen (Archivversion) - Bargeld lacht

MOTORRAD im Kaufrausch
Da staunte die Kollegin von der verlagseigenen Hauptkasse nicht schlecht: 50000 Mark Vorschuß beantragte die Redaktion MOTORRAD. Auf einmal und in bar. Weil Bargeld bekanntermaßen lacht. Ein guter Preis müßte sich beim Motorradkauf also aushandeln lassen. Die Redaktion hatte nämlich gerade beschlossen, den Dauertestfuhrpark zu erweitern. Mit einer Suzuki GXS-R 1300 Hayabusa, einer SV 650 S und einer Ducati ST 4. Kein unangenehmer Auftrag also, als Ende Februar unscheinbare Mittelsmänner und -frauen zu offiziellen Vertragshändlern im Großraum Stuttgart loszogen. »Die oder keine«, erklärten sie entschlossen den Suzuki- und Ducati-Verkäufern. Und in Anbetracht des Bündels Geldscheine, der lockte, war man sich schnell handelseinig. Schon nach kurzer Zeit konnten die Mittelsmänner und -frauen die Wunschmotoräder in den mitgebrachten Transporter laden.

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