Paris und Mailand Motorrad-Messen in der Krise

Foto: Messe
Die Finanzkrise schlägt auch bei den Motorradmessen zu: Der für Oktober vorgesehene Pariser Salon wurde abgesagt. Zwar versuchte Messechef Thierry Hesse zu beschwichtigen und verkündete, der Salon falle nicht etwa aus, sondern werde nur verschoben – aber eben um ein ganzes Jahr. Die Gründe liegen glasklar in wirtschaftlichen Fakten: Honda, Yamaha, BMW und Harley-Davidson hatten beschlossen, den Pariser Salon in diesem Jahr auszulassen, weshalb den Veranstaltern entscheidende Einnahmen entgangen wären. Schon kurz nach der Absage meldete sich die Mailänder EICMA zu Wort, nunmehr einziger Veranstalter einer großen internationalen Motorradmesse in diesem Herbst (10. bis 15. November). Weil auch dort Honda und Yamaha mit Absage drohen, bemühten sich die Mailänder um hoffnungsfrohe Worte: Man werde alles daran setzen, so hieß es in einer Mitteilung, „um die Kosten für die Teilnahme an der Messe zu senken“. Noch besteht also Hoffnung. Doch gleichzeitig steht zu befürchten, dass sich das Messekonzept im Bereich Motorrad überlebt hat – schließlich sind fast alle Neuheiten schon vor den Messen im Internet zu bewundern.
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