Perfekt fahren mit MOTORRAD Teil 2: Kurvenfahren - die Praxis (Archivversion) Die passende Bereifung für ungebremsten KurvenspaSS

Oft entscheidet die Wahl der Pneus, ob die Kurvensause Spaß oder Tortour wird.

Wie fleißige MOTORRAD-LESER wissen, gibt die Redaktion für die meisten Testmaschinen zwei Empfehlungen bezüglich der Fahrwerkseinstellung. Zum einen das komfortable Touren-Setting, zum anderen die Abstimmung für sportliches Kurvenfahren. Dieses wird auf der extrem anspruchsvollen Motorrad-Testrunde und im Handling-Parcours ausgetüftelt. Häufig wird dabei die Druckstufendämpfung an Gabel und Federbein erhöht, um in Wechselkurven mehr Stabilität und in voller Schräglage eine klare Rückmeldung zu erhalten. Zudem reduzieren die Testfahrer oft den Negativfederweg am Hinterrad (ohne Fahrer gemessen) auf maximal fünf Millimeter, um die Lenkgeometrie mehr in Richtung Handlichkeit zu trimmen und gleichzeitig die Schräglagenfreiheit zu verbessern.
Doch der entscheidende Punkt ist und bleibt die Bereifung. Gute Straßensportreifen fahren sich deutlich lenkpräziser und handlicher als Touren-Schlappen. Der Grund dafür liegt in der Kontur, die beim Sportreifen ähnlich spitz ausfällt wie bei reinrassigen Rennreifen. Das Motorrad kippt dadurch agil in Schräglage. Tourengummis dagegen wölben sich balliger über die Felge, um in der Laufflächenmitte genügend Auflagefläche zu gewährleisten, was dem Verschleiß entgegenwirkt. Dafür weisen Sportreifen im Schräglagenbereich eine größere Aufstandsfläche (Latsch) auf, die Haftung und Rückmeldung verbessert.

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