Protestkundgebung in Mandello Petition für Moto Guzzi

Da sich Arbeiter und Gewerkschaften um den Fortbestand des Moto Guzzi-Werks in Mandello am Comer See fürchten, haben sie für den kommenden Samstag, den 19. September, zu einer Protestkundgebung aufgerufen.

Foto: Moto Guzzi Protestorganisation

Ab neun Uhr morgens sollen vor dem Werk Unterschriften für eine Petition gesammelt werden, gegen elf Uhr startet dann ein Motorradkorso. Weil jedoch ein Mittelmeertief über Italien für Schmuddelwetter sorgen soll und daher zu befürchten ist, dass die Beteiligung nicht allzu rege ausfällt, gibt es die Möglichkeit, die Petition auch im Internet unter www.ipetitions.com/petition/noallachiusuradellamotoguzzi zu unterzeichnen.

 

Zwar hat der Mutterkonzern Piaggio unterdessen erklärt, dass eine Schließung des Werks nicht geplant sei, die Sorge der Gewerkschaften bleibt jedoch bestehen. Grund hierfür ist die drastisch gesunkene Produktion und die geringe Zahl an Beschäftigten: Nur 149 Arbeiter und Angestellte sind noch in Mandello tätig. 2009 wurden bislang lediglich 3300 Motorräder gebaut.

"Moto Guzzi ist eine starke Marke und kann sich durchaus wieder erholen", sagt Mauro Castelli von der zuständigen Metallergewerkschaft. "Aber wir brauchen mehr Engagement von Seiten der Konzernmutter Piaggio." Neue Verhandlungen mit Piaggio über die Zukunft der Marke finden nächste Woche statt. "Unsere Sorgen und Forderungen haben mehr Gewicht, wenn möglichst viele Leute unterschreiben", so Castelli weiter. "Deswegen hoffen wir auf die Unterstützung von Guzzi-Fans aus aller Welt."

 

Ein weiterer Bericht zum Thema folgt in der nächsten Ausgabe von MOTORRAD.

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