Platz 10: Ducati Monster (Archivversion) Monströs

Eine bewegende Gruselgeschichte: Die Monster ist das, was der Golf für VW ist. Ihr Erfolg hielt die Marke am Leben. Doch der Golf punktet mit Nutzwert, die Monster mit Design. Die M 900 von 1993 markierte einen Meilenstein: Ein filigraner Gitterrohrrahmen spannt einen schönen V2-Motor ein. Gekrönt wird die offenherzige Technik von verführerisch-rundlichen Formen für Scheinwerfer, Instrumente, Klapp-Tank und Soziussitz-Abdeckung.
Nur Kenner können die vielen Typen von 600 bis 1000 cm3, von 54 bis 130 PS, mit Luft- oder Wasserkühlung auf Anhieb unterscheiden. Ist halt eine schrecklich nette Familie. Schick und klassenlos sind alle. Kein Wunder, dass viele Frauen dem Charme dieses Clans erliegen. Selbst mit den kleineren Schmunzel-Monstern wird man oder frau am Motorradtreff nicht belächelt.
Einspritzung und Hubraumaufstockung haben den Monstern über die Jahre gut getan; nun arbeiten die V-Zwos sehr geschmeidig und kultiviert. Anders die seit jeher schlecht ansprechenden, auf Buckelpisten zum Stuckern neigenden Upside-down-Gabeln. Und eine weit über den Tank gespannte Sitzposition sowie ein riesiger Wendekreis wirken heute old-fashioned. Der Erfolg der Baureihe bedeutet für die Zukunft eine schwere Bürde. Bald schon wird das 200000ste Monster ausrücken. Wer will schon eine Design-Ikone erneuern? Tsr

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