Platz 2: Suzuki GSF 1200 Bandit (Archivversion)

Die breite Mitte: viel Druck, wenig Schnickschnack

Wenn man viele Wähler will, muss man sich vor einem hüten: vor extremen Positionen. Mehrheitsfähig hingegen ist alles, was vielen am Herzen liegt. In unseren Tagen gehört ein hubraumstarker Motor dazu. 1157 Kubikzentimeter und 98 PS: Das kurbelt den Vortrieb an wie Steuersenkungen die Konjunktur. Und zwar breit gestreut in allen Drehzahlbereichen, so dass Leistungsfetischisten ebenso auf ihre Kosten kommen wie der breite Motorrad-Mittelstand, für den überschaubar einsetzbare Kraft mehr zählt als wild wuchernder Beschleunigungszuwachs. Besonders lobenswert am Reihenvierzylinderpaket der großen Bandit: Es glänzt nicht nur mit einer schillernden Verpackung, sondern hält seine Wahl-Versprechen. In der Regel liefert es nämlich deutlich mehr Leistung ab als die angegebenen 98 PS.Damit hat die Bandit bereits entscheidende Pluspunkte gesammelt. Drei weitere Punkte sind es dann, die viele Wähler dann restlos von dieser Kandidatin überzeugen. Zum einen eine Sitzposition, mit der sich Fahrer der unterschiedlichsten Körpergrößen zurecht finden, ohne sich in die eine oder andere Richtung verbiegen zu müssen. Zum anderen ein einfaches, aber funktionelles Fahrwerk, das im Alltag die Ansprüche an Handlichkeit und Komfort gleichermaßen befriedigt. Und da ist der mit 8210 Euro (8570 Euro für die verkleidete S-Variante) traditionell ganz weit unten angesiedelte Preis, der die Bandit zusammen mit ihrem publikumswirksamen Auftritt in der Wählergunst letztlich ganz weit nach oben bringt.

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