Platz 3: Suzuki SV 650 (Archivversion)

Mehr wert als die Summe ihrer Teile

»Der Motor ist klasse, der zieht bärig durch. Und hat so viel Leistung, dass ich immer und überall gut dabei bin.« Corinna Ehmann, Schriftsetzerin bei MOTORRAD und SV 650-Fahrerin der ersten Stunde, weiß genau, was Sache ist bei Suzukis Erfolgsmodell. Beachtliche 72 PS und eine Leistungsentfaltung, die genau den richtigen Weg zwischen gleichmäßig und temperamentvoll findet, haben dem 90-Grad-V2 schon in vielen Tests und von vielen Fahrern dickes Lob eingetragen. Welches nicht nur subjektiv, sondern auch messar berechtigt ist. Immerhin sind die Beschleunigungswerte denen der großen, mächtigen und meistgekauften BMW R 1150 GS durchweg, in manchen Bereich sogar meilenweit überlegen.Doch die SV 650 wäre nicht halb so gut, wenn sie ihren Fahrern nicht auch noch diesen Extra-Blubb bieten könnte. Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit nämlich, mit der ihre Motorleistung ein- und praktisch verlustfrei in Fahrspaß umgesetzt werden kann. Corinna beschreibt das so: »Sie fährt, als ob sie keine Grenze hätte. Ich kann alles machen, was ich will.« Das niedrige Gewicht von 191 Kilogramm vollgetankt spielt da sicherlich eine Rolle. Die übrigen Fahrwerksdaten aber, die Sitzposition und all die anderen Parameter, die dafür üblicherweise als Erklärung herangezogen werden, sind keinesfalls herausragend. Und weisen gerade deshalb auf das Geheimnis der SV 650 hin: eine Kombination von lauter unauffälligen, zum Teil nicht einmal besonders wertigen Komponenten, die in diesem Motorrad so gut geglückt ist wie selten.Diese fast magische Verbindung zu einem vernünftigen Preis zu bekommen hat den Erfolg der SV 650 noch verstärkt. Trotzdem ist sie kein stocknüchterner Allrounder. »Ich kann mich immer auf sie freuen«, sagt Corinna. In der vergangenen Saison haben sich 3688 Biker diese Freude gegönnt. Ein Viertel davon sind Frauen.

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