Platz 7: Suzuki GSX-R Start-up

Der 7. Platz? Leute, das kann nicht Euer Ernst sein! Die GSX-R hätte mehr verdient, viel mehr. Denn nie wieder ließ ein Motorrad die Welt derart aufhorchen wie die bahnbrechende GSX-R 750 auf der Kölner Messe IFMA 1984. Danach erschien nichts mehr, wie es war. Die GSX-R stellte eine Initialzündung dar. Mit ihr fand der Rennsport den direkten Weg auf die Straße. Ohne die GSX-R wäre – mit Verlaub – eine 916 nicht möglich gewesen. Die GSX-R ist die Mutter aller Sportmotorräder. Schon deshalb gebührt ihr in der Hall of Fame ein Ehrenplatz.
Wer nicht dabei war, kann sich kaum vorstellen, wie dieses Motorrad die Massen elektrisierte. Suzuki präsentierte sie neben dem Vorbild, dem Langstrecken-Renner. Ein Unterschied war kaum auszumachen. Schlank, rank, reduziert aufs Notwendigste. Mit Aluminium-Rahmen, wo alle anderen auf Stahl setzten. Mit einer maßgeschneiderten Verkleidung, die nichts von den damals weit verbreiteten Zubehör-Kompromissen hatte. Mit einer Vier-in-eins-Anlage – ab Werk. Kurz: mit einem rennmäßigen Auftritt, wie er auch später nur ganz, ganz selten wieder erreicht wurde. Und selbst heute noch begeistern kann.
Dasselbe gilt für ein anderes Kriterium. Das Gewicht. Es trieb fortan die Zweiradentwicklung in neue Dimensionen. 199 Kilogramm Werksangabe, später gemessene 201, das ist immer noch, 23 Jahre später, eine Hausnummer. Es überrascht daher nicht, dass die parallel erschienene, technisch ebenfalls innovative FZ 750, Yamahas erster Fünfventiler, längst in Vergessenheit geriet. Die GSX-R aber lebt weiter. Mittlerweile in drei Hubraumklassen und der x-ten Generation. Sek

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote