Platz 8: Suzuki Hayabusa Wie im Flug

Männer, ich will Kondensstreifen sehen!« Der gewitzte Suzuki-Vertriebschef Bert Poensgen fand 1999 bei der Präsentation der Hayabusa markige Worte. Tatsächlich zu sehen gab es danach reihenweise schwarze Striche aus Gummi. Die Tür in eine andere Dimension war aufgestoßen. Als erstes Serienmotorrad hatte die Hayabusa die Schallmauer von 300 km/h durchbrochen, das Tempo eines startenden Jumbo-Jets.
Fettestes Drehmoment traf auf ausgezeichnete Fahrbarkeit. Plus ausgeklügelte Aerodynamik, Stichwort: »Nasenbär«. Nachdem sich der Medienrummel um Tempo 300 gelegt hatte, konnte die bis heute fast unverändert gebaute Suzuki in Ruhe ihre wahren Qualitäten offenbaren: als souverän motorisierter Sporttourer. Dem zwar ein ABS fehlt, der aber gut für Soziusbetrieb und großes Touring taugt. Hayabusa bezeichnet den japanischen Wanderfalken, der im Sturzflug seine Beute mit bis zu 300 km/h schlägt.
Die 8350-mal in Deutschland zugelassene 1300er gibt sich im Umgang eher lammfromm, animiert gar nicht so sehr zum Heizen. Sondern macht lässig. Man könnte ja, wenn man wollte. Musste auch der seinerzeit in einem Auto sitzende Bert Poensgen erfahren, als die Hayabusa-Schar nur so an ihm vorbeiflog. Da raunte er seinen Chauffeur an: »Herr Rudolph, was machen Sie denn, Sie stehen ja!« tsr

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