Platz zwei: Husaberg FE 600 (Archivversion)

Die Husaberg ist eine von Grund auf ehrliche Maschine, die hält, was ihr rauher Charme verspricht. Sie wirkt nicht so gefällig wie die beiden Konkurrentinnen, viele Details erscheinen sogar ziemlich rustikal. Man könnte es positiv mit zweck- oder funktionsorientiert umschreiben. In schwierigem Gelände ist die wendige 600er dank niedrigen Gewichts und messerscharfen Handlings in dieser Klasse unschlagbar, mühelos lassen sich diffizile Trial-Passagen überbrücken. Aber die extravagante Schwedin kann auch extrem zickig werden. Auf schnellen Strecken tendiert sie zu beängstigendem Lenkerschlagen, das sich nur mit entschlossenem Krafteinsatz bändigen läßt. Wer die Kombination aus Aggressivität, Handlichkeit und Nervösität in schnelle Zeiten umsetzen will, braucht Kraft und Mut. Nichts für Anfänger ist auch der kernig-kräftige, blitzschnell hochdrehende Motor, der jede Beschleunigung zum heißen Ritt auf der Kanonenkugel macht.

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