Polizist

Name: Roland Sauter
Alter: 52
Beruf: Polizist
Einsatzgebiet: Stuttgart

Foto: Bilski
Roland Sauter hat Glück. Die Rolling Stones geben ein Konzert in der Stadt, das seit Wochen ausverkauft ist. Auch der 52-Jährige steht ohne Karte da, trotzdem bekommt er die Rock-Opas hautnah zu sehen. Auf seinem Motorrad sorgt der Hauptkommissar dafür, dass die Band pünktlich zu ihrem Auftritt kommt. "Das sind Highlights, die nicht oft passieren", gesteht Sauter zu. Doch auch der Alltag als Motorradpolizist ist alles andere als langweilig. "Ich weiß morgens nie, was mich am Tag erwartet. Das macht den Beruf so spannend." In der Regel steht für die 40 Beamten der Motorradstaffel Stuttgart, die auf zwei Schichten verteilt sind, erst einmal der Streifendienst und die Verkehrsüberwachung auf dem Programm.

"Wir wollen erreichen, dass der Verkehr fließt", erklärt Sauter, "jeder soll morgens pünktlich zur Arbeit kommen und abends nach Hause." Passiert in dieser Zeit ein Unfall, ist Sauter oder ein Kollege zur Stelle und kann zum Beispiel per Funk die Verkehrsleitzentrale bitten, die Grünphasen an den Ampeln der betroffenen Straßen zu verlängern. Weil sie auf zwei Rädern schneller vor Ort sind, gelten die Motorradpolizisten als Feuerwehr der Polizei. Ihre höhere Beweglichkeit wird nicht nur bei Einsätzen im Straßenverkehr genutzt. "Wir fahren auch in den Wald oder die Fußgängerzone, Stellen, die die Kollegen im Streifenwagen nicht erreichen, um nach Straftätern oder Vermissten zu suchen." Wenn neben dem Streifendienst Zeit bleibt, gehören auch Fahrzeugkontrollen zu den Aufgaben der Motorradpolizisten. Mehr als 12000 Kilometer reißt Roland Sauter im Jahr dienstlich ab und steigt nach 32 Jahren immer noch gerne aufs Motorrad.

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