Produktionsbeginn BMW S 1000 RR Serie am Start

BMW S 1000 RR. Das Foto zeigt die wohl endgültige Version der Serien-1000er von BMW. Damit ist es jetzt amtlich: Der lang erwartete Startschuss für die Serienproduktion des bajuwarischen Superbikes ist gefallen.

Foto: BMW
Im Frühsommer 2009 soll die BMW S 1000 RR der Öffentlichkeit vorgestellt werden, ab sofort nimmt BMW Bestellungen im Kauf-die-Katze-im-Sack-Verfahren an. Kostenpunkt: 15150 Euro.

Einige Fakten waren ja bereits bekannt. Das Trockengewicht liegt laut Hersteller bei 183 kg. Befeuert wird die BMW von einem schmalen, quer eingebauten 999-cm³-Reihenvierzylinder.

Über die genaue Ventilsteuerung und den sehr kompakten Zylinderkopf ließ BMW nur wissen, dass die Ventile über sehr kleine und leichte Schlepphebel betätigt werden, die nahezu Formel-1-Niveau haben sollen.

Das verspricht sehr hohe Drehzahlen und setzt den Spekulationen über eine Desmodromik oder pneumatische Ventile immer noch kein Ende.
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Foto: BMW
Außerdem wird das Serien-Superbike ein völlig neues Sport-ABS mit vier verschieden empfindlichen Modi mitbringen; eine dynamische Traktionskontrolle ist ebenfalls verfügbar. DTC nennt BMW dieses System; es stammt offensichtlich direkt aus dem Renneisen von Ruben Xaus und Troy Corser.

Ein echter Hingucker ist das knapp über dem linken Schwingenlager durch den Rahmen geführte Schaltgestänge, das im Bild mit Impulsgeber für einen Schaltautomaten zu sehen ist.

Bis zuletzt dauerte die Abstimmung zwischen der Rennabteilung und dem Produktionsort Berlin, mit heißer Nadel wurden letzte Änderungen vorgenommen.

Der Hintergrund: Für die Homologation zur Superbike-WM mussten bis 31. Januar 125 Einheiten der S 1000 RR gebaut sein. Nach diesem Stichtag darf kein Schräubchen und keine Falte, welche das Reglement einheitlich bei Racer und Serie vorschreibt, verändert werden.
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Aus diesem Grund war Projektleiter Rainer Bäumel nicht an der Rennstrecke, sondern saß im Berliner Werk und setzte mit seinen Mitarbeitern die Testergebnisse und Änderungswünsche aus Portimão in der Serie um.

Das betraf etwa die Ölwanne, die der Krümmerführung im Weg war, und das Motorgehäuse. Der Kunde profitiert also nun von den neuesten Erkenntnissen des Rennteams, die noch in das Serienmotorrad einflossen.

In welchen Farben Corser und Xaus starten werden, ist noch nicht raus. Das Serienbike wird jedenfalls in den BMW-Rennfarben Alpinweiß-Lupinblau und Magmarot kommen, außerdem in "Mineralsilver-Metallic", "Thundergrey-Metallic" und "Acidgreen-Metallic".

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