Horex: Produktionsstart für VR6 Roadster verzögert sich bis Mai Produktionsverzögerung für Horex VR6 Roadster

Die Horex GmbH hat sich entschlossen, die neue VR6 Roadster mit einem zusätzlichen Sekundärluftsystem für die Reduzierung der Schadstoffe im Abgas auszurüsten. Somit soll das neue Sechszylindermotorrad die Vorgaben zukünftiger Abgasnormen erfüllen.

Foto: Hersteller

Das Team um Horex-Geschäftsführer Clemens Neese muss den Beginn der Produktion der ersten Motorräder vom Typ VR6 Roadster neu terminieren. Das Bike soll ab Ende Mai 2012 gefertigt werden. Für diese Verzögerung gibt es laut Hersteller zwei Gründe: Der Erste sei die nach wie vor angespannte Versorgungslage durch die hohe Auslastung bei den Zulieferern. 

"Hier mussten wir immer wieder Verzögerungen in Kauf nehmen, die wir nur durch teils spürbare Mehrkosten auf ein erträgliches Maß verringern konnten", erklärt Clemens Neese. Der zweite Grund sollen die im Rahmen der Testreihen für die Homologation erzielten Abgaswerte gewesen sein.

Im Gegensatz zu den bisher getesteten Vorserienmotoren gab es bei den mit allen Serienteilen gemachten Prüfstandsläufen Abgaswerte, die zu nah an die aktuellen Grenzwerte heranreichten. Daher soll der neue VR6-Motor neben den zwei geregelten Katalysatoren auch mit einem zusätzlichen Sekundärluftsystem (SLS) ausgerüstet werden. Der neue Motor soll nicht nur die aktuell gültigen Vorgaben sicher einhalten, sondern auch für kommende, strengere Abgasnormen gut gerüstet sein. Die Entscheidung für das SLS bedeute für Horex zusätzlichen Aufwand sowohl in Sachen Konstruktion und Teilebeschaffung, als auch bei der Feinabstimmung des Motors. Hinzu kommt ein weiterer Testzyklus auf dem Abgasprüfstand für die finale Homologation der VR6 Roadster. Aus diesem Grund habe die nun beschlossene Ausstattung des Horex VR6-Motors mit einem SLS einen erheblichen Anteil an der Verlegung des Serienanlaufs. 

Sekundärluftsystem 
Durch ein Sekundärluftsystem (kurz "SLS") kann die Menge an Schadstoffen im Abgas reduziert werden. Hierzu wird in der Kaltlaufphase des Motors gezielt Frischluft aus dem Ansaugtrakt in die Auslasskanäle des Motors "eingeblasen". Dies hat den Effekt, dass schädliche Bestandteile wie Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC) durch den Luftsauerstoff zu Kohlendioxid (CO2) und Wasser oxidiert werden. Außerdem steigt durch diese chemischen Reaktionen die Abgastemperatur. Dadurch kommt der Katalysator in kürzerer Zeit auf Betriebstemperatur und kann somit schneller eine bestmögliche Reinigungswirkung des Abgases erzielen.

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