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MZ-Streit vor Gericht Martin Wimmer gegen die Bank

Der ehemalige MZ-Chef Martin Wimmer klagt gegen die Münchner Merkur Bank. Am 13. August 2013 wurde vor dem Landgericht München verhandelt.

Martin Wimmer lässt nicht locker mit dem Vorwurf, die Münchner Merkur Bank habe MZ mit ihm als Gesellschafter in die Insolvenz getrieben. Vor dem Landgericht München, bei dem Martin Wimmer als „Drittwiderkläger“ seine Klage am heutigen Dienstag wiederholte, hat der ehemalige Rennfahrer aber einen Dämpfer bekommen.

In der als Gütetermin auf drei Stunden angesetzten Verhandlung wollte die Vorsitzende Richterin Ingrid Kerscher Martin Wimmers Argumentation nicht folgen, wonach die Merkur Bank trotz einer von dritter Seite hinterlegten Sicherheit den MZ-Kredit kurzfristig gekündigt und damit die MZ-Insolvenz ausgelöst habe: „Diese Summe war nicht frei, sie war verpfändet, stand also nicht als Sicherheit zur Verfügung“, wies die Richterin Martin Wimmer zurecht.

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Foto: Schümann

Martin Wimmer: "Ich bin für einen Vergleich, werde aber der Bank nichts zahlen."

Gleich zu Beginn der Verhandlung, die eine äußerst komplexe Materie behandeln soll, machte die Richterin klar, dass sie die Möglichkeit eines Vergleichs favorisiere. Dabei forderte sie alle beteiligten Parteien auf, „dazu gehören auch der Insolvenzverwalter und ein Vertreter des Freistaats Sachsen“ als Bürge für MZ, sich an einen Tisch zu setzen und eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Die könnte schwierig werden, wenn Martin Wimmer bei seiner im Gerichtssaal geäußerten Meinung bleibt: „Ich bin für einen Vergleich, werde aber der Bank nichts zahlen.“

Im Kern geht es um ein Gesamtkreditvolumen von (laut Wimmer) 5,5 Millionen Euro an MZ durch die Merkur Bank, wofür diese nun die Bürgschaften einfordert. Eine davon gab MZ-Gesellschafter und Investor Peter Ertel, ein Bankier aus Ludwigshafen. Ertel hat als Erstkläger wegen formaler Fehler gegen die Merkur Bank geklagt.

Die ehemalige MZ-Hausbank wiederum hat gegen Ertel auf Erfüllung von dessen Bürgschaftsschuld zurück geklagt. Über deren Höhe wollte Ertel gegenüber MOTORRAD keine Angaben machen. Wimmer ist in dem Verfahren als sog. „Drittwiderkläger“ auf der Seite von Ertel. Das Verfahren ruht jetzt und wird wieder aufgenommen, wenn es zwischen den Parteien nicht zu einer außergerichtlichen Einigung kommen sollte.

Eine ausführliche Berichterstattung über die Causa Wimmer, MZ, Banken, Bürgschaften und Kredite lesen Sie am 30. August 2013 in MOTORRAD 19/2013.

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