Pti Luc (Archivversion)

Eigentlich heißt er Luc Lefèbvre, und
seine Tochter hält ihn für völlig verrückt.

Tochter Graziella hält den Alten deshalb für verrückt, weil sie stets zu ihm aufs
Motorrad steigen musste, gab es doch
keine Familienkutsche, nur Zweiräder von Triumph und BMW. Es sind zum großen Teil die eigenen Erlebnisse, die Luc in
seinen Motorrad-Bänden schildert. Nicht ganz frei von Ironie, Selbstironie. Das trifft auch auf seine Geschichten vom edlen
Ritter Gilles de Chin zu, einer tragischen Figur, in die er eigene Charakterzüge ein-arbeitet und deren Schild deshalb das BMW-Logo ziert. Weniger der klassische Strich des Zeichners bestimmt die Ästhetik seiner Strips, es ist vielmehr die Farbe,
die Luc dicht und düster aufbringt. In
seinen Motorrad-Comics geht er sogar so weit, die Textebene so strikt vom Bild zu
trennen, dass er auf Sprechblasen völlig
verzichtet, den einzelnen Comic-Frame zum Tableau adelt.

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