Ratgeber Kaufen, Recht, Wissen (Archivversion) Drehmomentschlüssel

Bringen Sie Ihre Garagenausrüstung auf Vordermann. Beim Werkzeug zählt nicht Masse, sondern Klasse. Auf diese Dinge sollten Sie beim Kauf achten.

Die Güte eines Motorradrucksacks entscheidet sich auf der Autobahn. Nicht wenige MOTORRAD-Tester können davon ein Liedchen singen: Bei Highspeed auf der Bahn bleibt durch schlecht oder gar nicht gesicherte Reißverschlüsse immer wieder der Inhalt auf der Strecke. Mit dem Kormak von Dainese ist man nicht nur bei Autobahnfahrten auf der sicheren Seite. Auch bei Regen blieb der Inhalt während der gesamten Testdauer dank wasserabweisender Ober-fläche, gummierter Reißverschlüsse und im Boden integrierter Regenhaube stets trocken und unversehrt. Keilförmiger Aufbau, breit gepolsterte Gurte mit Brust- und Beckenverschluss sowie die komfortable Rückenpartie sorgen für einen erstklassigen Sitz. Das Platzangebot ist für Tagestouren ausreichend und lässt sich durch den ausklappbaren Boden flink für den Wochenendtrip erweitern. Kleines Manko: die kratzempfindliche Oberfläche.

Fazit: Bequem zu tragen, praxistaugliches Packmaß, gut geschützter Inhalt. Der Dainese Kormak ist ein erstklassiger Ruck- sack für Motorradfahrer, ob bei Touren oder im Alltag. Den kann man auf die leichte Schulter nehmen.















Die Kombizange als Mix aus Seiten- schneider, Spitz- und Wasser- pumpenzange kann von allem etwas, aber nichts richtig gut. Ins Bordwerkzeug sollte man sich ein gutes Exemplar packen, für die heimische Werkstattausrüstung ist man mit den drei Einzelzangen besser bedient. Vorsicht: Bei billigen Wasserpumpenzangen springt das Gelenk schnell über.



Wichtig hier: ein dicker, rutschsicherer Griff und eine durchgehende Klinge. Die Güte zeigt sich meist an der Spitze. Qualitätsware ist schwarz, verchromte Spitzen von Schraubendrehern sind spröde und brechen schneller. Und: Es muss kein kompletter Satz sein. Fürs Motorrad reichen die Schlitz-größen 5,5 und acht Millimeter, bei Kreuzschlitzdrehern das Maß PH1 und PH2.



Ein Muss für diejenigen, die das Ventilspiel bei ihrer Maschine im Do-it-yourself-Verfahren einstellen. Die Lehre wird aber ebenso gebraucht, wenn es um die Überprüfung des Elektrodenabstands bei Zündkerzen geht. Für den Motorrad-Schrauber sollte das kleinste Maß 0,05 Millimeter betragen, um dann in 0,05-Millimeter-Schritten aufwärts zu gehen. Preis im Fachhandel: fünf Euro.

Von dem, was jedem Ikea-Regal beiliegt, sollten ambitionierte Schrauber die Finger lassen. Viel besser: Innensechskantschlüssel („Inbus“) mit Kugelkopf, die besonders praktisch an verwinkelten Stellen eingesetzt werden können. T-Griff-Schlüssel können die Kräfte besonders gut übertragen. Große Maße (zum Beispiel für die Achsverschraubung) extra kaufen.





Grundausstattung einer soliden Hobbywerkstatt. Am besten je einen Satz Maul- und Ringschlüssel kaufen. Die Größen, die beim Motorrad besonders häufig benötigt werden, sind: 8, 10, 12, 13, 14, 15, 17, 19, 21 und 22 Millimeter. Vorsicht: Die Bezeichnung „Chrom-Vanadium“ ist kein echtes Qualitätssiegel, sondern besagt lediglich, dass zur Herstel- lung Werkzeugstahl verwendet wurde.



Von den 1001-Teile-Kästen die Finger lassen. Lieber nach dem Motto „weniger ist mehr“ gezielt einkaufen. Ein guter Antrieb („Knarre“) plus die ent-sprechenden Einsätze („Nüsse“) in den benötigten Größen (siehe Maul-/Ringschlüssel) und besser im Sechs- als Zwölfkant-Format. Je nach Platz und Kraftaufwand wird mit 1/2-, 1/4- oder 3/8-Zoll-Antrieb gearbeitet.



Gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen. Für Arbeiten am Motorrad ausreichend: ein 500-Gramm-Schlosserhammer. Der Griff sollte aus gutem Hartholz bestehen, der Kopf muss gerade und fest verkeilt sein. Zweites Schlagutensil für angehen-de Zweiradmechaniker: ein Kunststoffhammer, der überall da zum Einsatz kommt, wo der harte Schlosserhammer empfindliche Oberflächen beschädigt.



Luxus für die heimische Garagenausstattung? Mitnichten. Ein unentbehrliches Utensil, wenn es darum geht, Schrauben mit ihrem fest definierten Drehmoment an-zuziehen. Die entsprechenden Werte für das eigene Bike stehen in jedem Werkstatthandbuch und in den meisten Reparaturanleitungen. Für Arbeiten rund ums Motorrad ist der Bereich bis 50 Nm vollkommen ausreichend.

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