Ratgeber Recht: Tipps zum Umgang mit der Polizei (Archivversion) Gut und böse

Der Anblick der Polizeikelle macht fast jeden Motorradfahrer nervös. Kommt dann noch der Satz "Sie wissen, warum wir Sie anhalten?" wird die Situation keinesfalls entschärft. Nun ist ein klarer Kopf gefragt: Offen und ehrlich ein mögliches Fehlverhalten eingestehen oder eher die Aussage verweigern? Letztere Möglichkeit ist rechtens, denn mehr als Angaben zur eigenen Person muss man nicht machen. Andererseits ist man klar im Vorteil, wenn man bei reinen Routinekontrollen oder Bagatellverstößen der Polizei offen und auf Augenhöhe begegnet. Und abschließend mit einem "Gute Fahrt weiterhin" wieder durchstarten kann.


Alles unter Kontrolle
Was muss ich tun, was sollte ich lassen: ein kleiner Leitfaden für die nächste Polizeikontrolle;
1. Angaben zur eigenen Person mittels Führerschein oder Personalausweis machen.
2. Die Fahrzeugpapiere müssen vorgezeigt werden. Hat man diese nicht dabei, werden 20 Euro Verwarngeld fällig. Nicht ärgern!
3. Offen mit den Polizisten umgehen. Nicht gleich mit dem Anwalt oder einer Beschwerde drohen.
4. Droht ein Fahrverbot als Konsequenz auf einen Verkehrsverstoß? Besser keine Aussage machen und sich selbst nicht belasten. Die Beweislast liegt bei der Polizei, und es besteht immer noch die Aussicht auf mögliche Mess- oder Verfahrensfehler.


So sieht es die Polizei
Für viele Polizisten ist der Helm das Entscheidene: Bleibt dieser bei einer Kontrolle auf dem Kopf (was durchaus rechtens ist), werden sie misstrauisch. Schnell liegt der Verdacht nahe, dass der Fahrer etwas verbergen möchte – beispielsweise eine Alkoholfahne. Ganz anders beurteilen die Beamten einen Biker, der gleich den Helm abnimmt. Durch diese Geste wird signalisiert, dass man nichts zu verbergen hat und auf einen höflichen Umgang setzt. In solchen Fällen ist die Routinekontrolle meist mit einem Blick in die Fahrzeugpapiere und das Kennzeichen mit HU-Stempel abgeschlossen.

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