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Punktekatalog
Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug bewegt, sollte sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) halten. Andernfalls drohen Punkte, Bußgelder und Fahrverbote. MOTORRAD hat einige Vergehen zusammengefasst.


Führerscheinentzug bei Fahrt mit dem Fahrrad
Wer mit einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Promille oder mehr als Radfahrer am Straßenverkehr teilnimmt, dem darf die Fahrerlaubnis entzogen werden. Dies ist laut ARAG-Experten jedenfalls dann möglich, wenn die Gefahr besteht, dass der Verkehrsteilnehmer künftig auch ein Kraftfahrzeug in fahruntüchtigem Zustand führen wird (Bundes-Verwaltungs-Gericht 3 C 32.07)


Kein Fahrverbot trotz Trunkenheit
Obgleich wegen Trunkenheit am Steuer zu einer Geldstrafe und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt, hatte eine Verkehrssünderin Glück im Unglück. Denn ihren Lappen durfte sie behalten. Dies hatte sie den bekanntlich langsam mahlenden Mühlen der Justiz zu verdanken. Nachdem das erste Urteil wegen einer Rechtsbeschwerde aufgehoben wurde, ließ der Folgetermin ganze acht Monate auf sich warten. Bis ein endgültiges Urteil gefällt werden konnte, vergingen seit der Tat sogar 23 Monate. Dieses endete dann in der Aufhebung der Strafe. Die Verhängung eines Fahrverbots soll eine warnende Wirkung haben. Diese ist fast zwei Jahre nach der Tat nicht mehr zu erwarten, zumal sich die Dame in der Zwischenzeit auch nichts mehr hatte zu Schulden kommen lassen. (Oberlan­des­gericht Karlsruhe; Az.: 1Ss 44/07).

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