Reifen-Empfehlungen (Archivversion)

Die KTM ist, was die Reifenwahl betrifft, ein gänzlich unproblematisches Motorrad. Die meisten Pneus unterscheiden sich bezüglich Handling, Lenkpräzision, Stabilität und Komfortempfinden nur um Nuancen, also steht den Supermoto-Fahrern eine große Auswahl vom Tourenreifen bis zum rennstreckentauglichen Gummi offen.

Metzeler Sportec M3
Einer der Erstausrüstungsreifen auf der 690 SM des Jahrgangs 2008. Fährt sich sehr harmonisch über den gesamten Schräglagenbereich. Nicht der handlichste Reifen, aber einer, mit dem die KTM sehr präzise auf der Linie bleibt. Hohes Haftungsvermögen. Lässt die knapp 190 km/h schnelle Maschine sauber geradeaus laufen. Auch bei Nässe eine Bank.

Bridgestone BT 016 F/R
Hat in Sachen Grip, Komfort und Geradeauslaufstabilität große Ähnlichkeiten mit dem Metzeler. Mit dem BT 016 fährt die KTM einen Tick handlicher, drängt jedoch beim Beschleunigen in Schräglage etwas energischer auf eine weitere als die vom Fahrer angedachte Linie. Dennoch ein Reifen mit hohem Spaß- und Sicherheitspotenzial.

Continental ContiForce SM
Beim Hineinbremsen in die Kurven ist der Conti eine Macht. Er verlockt zu zackigen Schräglagenwechseln und deftigem Beschleunigen in Schräglage und zieht seine Linien mit der Präzision eines Zirkelschlags. Wie der Dunlop und der Pirelli mit eher steifer Karkasse versehen, platziert er sich in puncto Komfort und Hochgeschwindigkeitsstabilität zwischen diesen beiden. Etwas schlechter als der Dunlop, etwas besser als der Pirelli.

Dunlop Sportmax Qualifier oder RR
Schon bei der Montage lässt der Vorderreifen seine Führungsqualitäten erahnen – er will mit Nachdruck übers Felgenhorn gehoben und auf die -schulter gepresst werden. Später erweist sich die Dunlop-Paarung als die handlichste von allen, gesegnet mit superber Lenkpräzision. Hohe Temperaturen von 28 bis 30 Grad ließen den RR im optimalen Temperaturfenster arbeiten; die Haftung ist dabei phänomenal. Bei Kälte oder Nässe ist besonnenes Warmfahren geboten. Der Sportmax zeigt eine gewisse Rennreifen-Ruppigkeit, Komfort und Geradeauslauf liegen deshalb nicht ganz auf dem Niveau von Metzeler und Bridgestone.

Michelin Pilot Road 2
Ein Tourenreifen, der hohe Laufleistung mit sehr gutem Grip im Trockenen und bei Nässe verbindet. Die Art, wie die Supermoto sich damit aus den Kurven treiben lässt, zerstreut selbst eventuelle Vorbehalte von sportlichen Fahrern. Auf der KTM zeigt der Road 2 nicht den Funken seiner sonst monierten Kippeligkeit in tiefen Schräglagen, wirkt allerdings auch nicht so handlich wie auf anderen Motorrädern. Vielleicht wegen des empfohlenen niedrigen Luftdrucks.

Pirelli Scorpion Sync
Mit dem Sync zeigt die 690 SM ein homogenes Lenkverhalten bei sehr guter Handlichkeit. Wegen der harten Karkasse wirkt die Federung ruppiger als mit den anderen Reifen, Komfort und Lenkpräzision leiden darunter. Auch die Haftung des hinteren Pneus erreicht nicht ganz das Niveau der anderen, was dank des breiten, fühlbaren Grenzbereichs aber nie zum Problem wird.

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