Rennfahrer (Archivversion)

Name: Sandro Cortese
Alter: 18
Beruf: Rennfahrer
Einsatzgebiet: 125er-Weltmeisterschaft

"Mein ganzes Leben besteht aus Motorrad fahren. Für mich ist das eine Berufung", sagt Sandro Cortese. Sein Vater lebte ihm den Motorradsport als Hobby vor, und so stand sein Berufswunsch schon immer fest. Die ersten Vorbereitungen sozusagen begannen bereits mit vier, da fuhr Sandro Motocross auf einer Yamaha PW 50 in der Kiesgrube in Edenbachen. Fünf Jahre später stieg er in die Pocket-Bike-Nachwuchsklasse ein. Danach folgten zwei Jahre Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft – das Sprungbrett für Sandro Cortese. Ein Sponsor entdeckte ihn und verhalf ihm in die 125er-Weltmeisterschaft. Dort verdient er seit 2005 seinen Lebensunterhalt als Rennfahrer. Erst recht, nachdem er 2006 die Realschule beendet hat. Nun kann er sich ganz auf seine Karriere konzentrieren. Täglich joggt er dafür eine Stunde und schuftet im Fitnessstudio. "Kondition ist wichtig, um ein Rennen konzentriert fahren zu können", weiß Sandro Cortese. Nicht immer klappt das reibungslos. Zumindest damals nicht, in Qatar, beim ersten WM-Lauf 2008, als er stürzte und sich die Hand brach. Doch auch das gehört zum Beruf eines Motorradrennfahrers. Er ließ sich eine Spritze geben, fuhr weiter und holte den 11. Platz. Anfang September geht er für acht Wochen auf Tour. Die Rennen in den USA, in Japan, Australien und Malaysia stehen an. "Das viele Reisen und das Flair an den Strecken genieße ich sehr", sagt Sandro Cortese, "und die Geschwindigkeit." Seine Aprilia holt aus 125 cm³ 50 PS bei nur 70 Kilo Fahrzeuggewicht. Topspeed: 240 km/h. Beste Voraussetzungen, damit er sein Erfolgsrezept umsetzen kann: "Man muss von der ersten Minute an Gas geben."

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