Reportage und Interview

Mondial-Präsident Roberto Ziletti ist finanz-
kräftig und willens, die alte Marke zu beleben.

Wie wird man vom Unternehmer aus der Druckin-dustrie zum Motorradhersteller? Ich kannte den Ingenieur Nicola Bragagnolo, der viele gute Ideen für ein Motorradprojekt hatte. Motorradbegeistert war ich immer schon, und dann ergab sich über einen Kontakt zur Familie Boselli die Gelegenheit, den Markennamen Mondial zu kaufen. Welche Kunden wünschen Sie sich für die Piega? Motorradfahrer, denen das Gleiche gefällt wie mir: die Rennstrecke. Dafür haben wir die Piega entwickelt, bis ins kleinste Detail. Wie bringen Sie das Motorrad an den Kunden? In Italien läuft das über eine Bank, das schafft beim Kunden Vertrauen, uns kennt ja noch keiner. Im Ausland gehen wir übers Internet. Wir werden überallin Europa auf Sportler spezialisierte Händler haben. Wie viele Motorräder wollen Sie bauen? Von der Piega nicht mehr als 250 pro Jahr, auch wenn die Nachfrage größer sein sollte. Warum haben Sie Teile wie Bremsen, Gabel oder Federbein nicht bei einem guten Zulieferer gekauft, sondern selbst entwickelt? Der Conte Boselli würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, dass wir keinen eigenen Motor haben. Da müssen wenigstens alle andere Komponenten von Mondial selbst stammen. Warum wollen Sie sofort in dieSuperbike-WM? Das gehört bei einem supersportlichen Motorrad einfach dazu. Wir fahren dieses Jahr die letzten dreiRennen mit. Zwei namhafte Testfahrer haben wir schon, und zwar den kroa-tischen Superbiker Radman und denitalienischen Ex-Crosser Walter Barto-lini. Außerdem stehen wir in Kontakt miteinem berühmten Piloten, aber es ist noch zu früh, darüber zu sprechen.
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