Sachs-Produktion Entlassungen

Foto: Sachs
Die Firma Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik in Nürnberg wird voraussichtlich rund die Hälfte der Belegschaft von derzeit 120 Mitarbeitern entlassen. Sachs will künftig in China produzieren, wo bereits ein Joint Venture besteht. Im Februar 2001 kauften Sachs-Manager das Unternehmen Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik auf. Seither hat sich Sachs zum Importeur diverser Marken weiterentwickelt. Bei den Sachs-Bikes läuft es dagegen nicht rund. Das Minus bei den Zulassungszahlen von Januar bis Oktober 2005 beträgt 72,6 Prozent.


MOTORRAD: Wie steht es um die Firma Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik?

Oliver Schnorr: Wenn ich die heutige Situation mit der vor fünf Jahren vergleiche, muss ich sagen: blendend! Damals war die Firma finanziell ausgeblutet, innovativ am Ende und ohne jede Perspektive. Heute haben wir uns mit einer umfassenden Fahrzeugpalette wie dem eigenen Sachs 49er Roller, der MadAss 50, den Malaguti-Rollern, Sym-Fahrzeugen und Voxan-Motorrädern wieder gut aufgestellt. Beispielsweise konnten wir mit der Handelsmarke Sym einen soliden Marktanteil im harten Rollermarkt sichern, indem wir bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr 41 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft haben und der Anbieter mit der höchsten Zuwachsrate sind. Auch bei den Quads und ATVs schreiben wir erfreuliche Verkaufszahlen.

MOTORRAD: Wie steht es um die Firma Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik?

Oliver Schnorr: Wenn ich die heutige Situation mit der vor fünf Jahren vergleiche, muss ich sagen: blendend! Damals war die Firma finanziell ausgeblutet, innovativ am Ende und ohne jede Perspektive. Heute haben wir uns mit einer umfassenden Fahrzeugpalette wie dem eigenen Sachs 49er Roller, der MadAss 50, den Malaguti-Rollern, Sym-Fahrzeugen und Voxan-Motorrädern wieder gut aufgestellt. Beispielsweise konnten wir mit der Handelsmarke Sym einen soliden Marktanteil im harten Rollermarkt sichern, indem wir bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr 41 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft haben und der Anbieter mit der höchsten Zuwachsrate sind. Auch bei den Quads und ATVs schreiben wir erfreuliche Verkaufszahlen.

MOTORRAD: Stimmt es, dass Sachs 60 Mitarbeiter entlassen will?

Oliver Schnorr: Zurzeit sind bei Sachs-Bikes 120 Mitarbeiter beschäftigt. Mit der Produktionsverlagerung werden wir im Lauf des nächsten halben Jahres den Mitarbeiterstamm in der Fertigung schrittweise reduzieren. Die genaue Zahl steht noch nicht fest, da wir niemanden Knall auf Fall rauswerfen, sondern bemüht sind, für jeden Einzelnen die beste sozialverträgliche Lösung zu finden. Wir reagieren auf den veränderten Markt. Mit der Verlagerung der Produktion schaffen wir die Möglichkeit, bei dem von uns beanspruchten Qualitätsstandard wieder zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. Das ist aufgrund der Lohnkostenpolitik verbunden mit einem dramatisch schrumpfenden Markt am Standort Nürnberg nicht mehr möglich. So viel kann ich schon verraten: Unsere neue 125er-X-Road steht ab Frühjahr zu einem Preis beim Fachhandel, da werden sich viele die Augen reiben. Für die Qualität sorgen unsere eigenen Qualitätskontrolleure, die die Produktion vor Ort überwachen.

MOTORRAD: Zieht sich Sachs-Bikes auf die Rolle als Importeur zurück?
Oliver Schnorr: Nein, wir werden auch in Zukunft unsere 125er-Modelle, das Leichtmofa Saxonette, die Elo-Bikes und auch das neue Saxy 25/45-Mofa und -Mokick unter unserem Namen entwickeln und vertreiben. Langfristiges Ziel ist ein gesunder Mix aus Handelsware und von uns selbst entwickelten sowie nach unseren Qualitätsvorgaben gefertigten Fahrzeugen in allen Preiskategorien. Damit geben wir unseren Vertragshändlern und Importeuren auch künftig die Möglichkeit, dem Kunden das passende Produkt in jedem Markt- und Preissegment anbieten zu können.

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