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Die neue VT 750 C2, die Anfang Dezember ihr Debüt auf der Motorshow Bologna feierte, gleicht ihrer größeren Schwester VT 1100 C2, als wären es eineiige Zwillinge. Einziges Unterscheidungsmerkmal - vom Schriftzug einmal abgesehen - ist der Tachometer auf dem Tank. Die Große trägt ihn auf der Gabelbrücke. Ansonsten gleiches amerikanisches Strickmuster: fette Drahtspeichenräder, geschwungene, radabdeckende, Blechkotfügel, massiv wirkende Telegabel und glubschäugiger, chromglänzender Scheinwerfer. Der bullige, aber doch nur 14 Liter fassenden Tank rundet das Bild von der »American Classic Edition« ab. Motorisch bedient sich die VT 750 C2 am anderen Ende der Shadow-Baureihe: bei der VT 600 C. Von ihr stammt das Kurbelgehäuse des Dreiventilers mit Doppelzündung. Lediglich eine größere Bohrung sorgt für den nötigen Hubraum. Eine Kurbelwelle mit mehr Schwungmasse soll den bulligen Charakter des drehmomentorientierten 52-Grad-V-Twins unterstützen. Mäßig dagegen fällt die Leistung aus: 46 PS. Aber auch der Preis. Für 13 790 Mark soll die neue VT ab Frühjahr 1997 bei den Händlern stehen. Zweifarbig lackiert erhöht sich ihr Preis nochmals um 400 Mark.

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