Schnelldruchlauf: Vom Entwurf zur Endmontage (Archivversion)

Victory wurde von Polaris gegründet. Da ist es logisch, dass die Entstehung der Motorräder eng an die Strukturen geknüpft wurde, über die Polaris als Hersteller von All Terrain Vehicles (ATVs) und Snowmobilen verfügt. Gestaltet werden die Victory-Modelle von der Abteilung Industrial-Design. Nach der konser­vativ gezeichneten Ur-Victory wurde hier Zug um Zug die aktuelle gestalterische Linie entwickelt. Dass Industrial-Design direkt im Polaris-Hauptquartier in Medina untergebracht ist, mag als Indiz für die enorme Bedeutung stimmigen Designs gelten.

Die technische Entwicklung findet in Wyoming statt, womit hier nicht der Bundesstaat, sondern ein Ort im Staat Minnesota gemeint ist. Sie umfasst alle Bereiche von der Motoroptimierung auf diversen Prüfständen über die Fahrwerksentwicklung bis zur aerodynamischen Feinarbeit.

Alle Varianten der Freedom-Engines werden auf einem Montageband im Motorenwerk in Osceola, ebenfalls in Minnesota, gefertigt, wo außerdem Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotoren mit 760 cm³ Hubraum für ATVs und Zweizylinder-Zweitakter für Snowmobile montiert werden.

Lackierung und Endmontage der Victories erfolgt in Spirit Lake, südöstlich von der Metropole Minneapolis, mitten in einer beliebten Urlaubsgegend des mittleren Westens. Beim Besuch des MOTORRAD-Redakteurs liefen die letzten der auf 100 Exemplare limitierten 10th-Anniversary-Vision vom Band, einem verschwenderisch ausgestatteten Sondermodell des Flaggschiffs. Was die Produktionszahlen betrifft, so dominiert in Spirit Lake aber eindeutig der Polaris Ranger, ein vierrädriges, viersitziges Offroad-Fahrzeug, das in den USA side-by-side-vehicle heißt.

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