Schuberth verlässt Braunschweig Tradition ist nicht alles

1922 entstanden in Braunschweig in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke "Rebenring" die ersten Schuberth-Helme. 86 Jahre später verlagert der Hersteller seine Produktion komplett ins neue Werk nach Magdeburg.

In den Worten des Schuberth-CEO Marcel Lejeune begründet sich der Umzug so: "Wir müssen nun die notwendigen Verbesserungen einleiten, um Schuberth für die internationalen Anforderungen fit zu machen."

Und wohl auch für die Anforderungen, die amerikanische Private-Equity-Unternehmen so stellen, wenn sie - wie 2006 geschehen - eine deutsche Traditionsfirma übernehmen. Natürlich hat man investiert und optimiert, die Strategie überdacht und produziert bereits seit 2004 - also vor der Übernahme - jährlich anderthalb Millionen Helme im Magdeburger Werk. 2007 erwirtschaftete das Werk einen Umsatz von 66 Mio. Euro.

Diese Zweigleisigkeit hat jetzt ein Ende. Zusammen mit den Abteilungen Produktmanagement, Marketing und Vertrieb sowie Dekorfertigung sollen 70 Schuberth-Mitarbeiter von Braunschweig nach Magdeburg umziehen.

Natürlich profitieren auch die Mitarbeiter von dem Umzug - in Form von sicheren Arbeitsplätzen. So jedenfalls erklärt es Lejeune: "Die Trennung der Standorte war leider von Anbeginn hinderlich, die Arbeitsprozesse nicht optimal. Mit der Konzentration auf einen Standort wird der letzte erforderliche Schritt der Integration angegangen. Wir gewinnen entscheidend an Wettbewerbsfähigkeit und sichern so das Unternehmen und die Arbeitsplätze."

Schuberth produziert Kopfschutzsysteme für Motorradfahrer, für die Formel 1 und andere Autorennserien, für Soldaten, Feuerwehrleute, Polizisten und im Bereich der Arbeitssicherheit.

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