Serienstart Aprilia Shiver 750

Aprilia erhofft Neustart mit Shiver 750

Foto: Künstle
Aprilia schickt nun die Shiver SL 750 ins Rennen.
Aprilia schickt nun die Shiver SL 750 ins Rennen.
Sie soll Aprilia zum ersehnten Neustart verhelfen: die Shiver 750, ein 95 PS starkes Naked Bike mit V2-Motor und ansprechendem Design. Eine Vorserien-Version ist MOTORRAD bereits gefahren (Heft 10/2007): Ein handliches, präzises und neutrales Fahrwerk verbindet sich mit einem starken Motor, der bereits im Drehzahlkeller kultiviert läuft und jenseits der 5000/min kräftig vom Leder zieht. Den wenigen Kritikpunkten dieses ersten Fahrberichts trug Aprilia zum Serienstart Rechnung. Weil die Shiver recht früh aufsetzte, bieten die Italiener neben den serienmäßigen auch die etwas höheren Fußrasten der Tuono an; als Zubehör gibt es außerdem eine Rastenanlage für den sportlichen Einsatz. Eine weitere Änderung betrifft das Mapping, das nun für eine schnellere Reaktion der Drosselklappe sorgt. Ein kleiner Verzögerungseffekt des elektronischen »ride-by-wire«-Systems bleibt bei der Gasannahme aber spürbar. Nach Jahren der Verkaufsrückgänge hofft Aprilia, mit der Shiver einen gewichtigen Anteil am Markt der Naked Bikes zu erobern, von denen 2006 allein in Europa 172000 neu zugelassen wurden. Wegen der fortgeschrittenen Saison baut der Hersteller aus dem Veneto 2007 nur rund 2000 Stück, nach Deutschland kommen die ersten Modelle im Juli. Richtig durchstarten soll die Shiver 2008; dann steht auch eine Version mit Halbschale an.
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Interview mit Designer Alberto Cappella

15 Millionen Euro kostete die Entwicklung der Aprilia Shiver. Ihr Designer Alberto Cappella, 49, über einige Details.
Die Shiver ist die erste Aprilia, deren Optik dem Publikum ausnahmslos gefiel.
Der alte Spruch »form follows function« gilt hier wirklich. Weil die Shiver als Plattform für weitere Modelle dient, lag der Gitterrohrrahmen nahe. Mit ihm kann man alles bauen, von der Sport-Enduro bis zur Custom. Eine persönliche Inspiration hatte ich aber auch: die Lynx 650, die ich 1999 für Laverda entworfen habe, die jedoch nie in Serie ging.
Warum die Entscheidung für das seitlich angebrachte Federbein?
Das erlaubt uns, im Inneren der Zweiarmschwinge den Sammler der Auspuffanlage einschließlich Kat unterzubringen – so bleibt die Hitze weit weg von den Beinen des Fahrers.
Wie lange hat die Entwicklung gedauert?
Vom ersten Entwurf bis zum fertigen Motorrad nur 24 Monate – das dürfte neuer Rekord sein.

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